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Schluss mit Abholzung: So will Norwegen den Regenwald schützen

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NORWEGEN WILL DEN REGENWALD SCHTZEN
Norwegen will die Abholzung des Regenwaldes eindämmen | Ignacio Palacios via Getty Images
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  • Norwegen will eine Selbstverpflichtung zum Schutz des Regenwaldes einführen
  • Davon betroffen sind alle Importgüter und Aufträge für Firmen
  • Die norwegische Stiftung zum Schutz des Regenwaldes will, dass andere Länder dem Beispiel folgen

Norwegens Regierung setzt sich schon länger für den Schutz von Regenwäldern ein. So unterstützte sie Initiativen gegen die Abholzung von Regenwald in Brasilien, Indonesien oder der Demokratischen Republik Kongo.

Der Handel mit Rohstoffen gefährdet den Regenwald

Nun geht das Parlament einen Schritt weiter: Öffentliche Aufträge sollen in Norwegen künftig nur noch dann vergeben werden, wenn garantiert ist, dass sie keine negativen Auswirkungen auf den Regenwald und die weltweite Artenvielfalt haben. Das berichtet die norwegische Stiftung zum Schutz des Regenwaldes.

Dazu muss man wissen: In sieben Ländern war die Herstellung von Palmöl, Soja, Rindfleisch, Papier und tropischem Holz zwischen 2000 und 2011 für etwa 40 Prozent der Regenwaldzerstörung verantwortlich. Das besagt eine Studie aus der Fachzeitschrift "Environmental Research Letters" von Dezember 2015.

Nach Norwegen dürfen entsprechende Güter nur noch eingeführt werden, wenn sie aus nachhaltiger Produktion stammen.

Norwegen als Vorreiter in Sachen Naturschutz

Grundlage für den Vorstoß in Norwegen ist eine Empfehlung der ständigen Kommission für Energie und Umwelt des norwegischen Parlaments.

Die Stiftung zum Schutz des Regenwaldes sieht in dem politischen Vorstoß einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Abholzung. Norwegen sei das erste Land der Welt, das sich in dieser Weise verpflichte.

Unter welchen konkreten Voraussetzungen Aufträge in Zukunft vergeben werden, müsse die Regierung allerdings noch genau festlegen.

Deutschland solle nachziehen

Nils Hermann Ranum, ein Sprecher der Stiftung, fordert, dass andere Staaten Norwegens Beispiel folgen: "Besonders Deutschland und Großbritannien müssen handeln."

Hintergrund dieser Forderung ist eine gemeinsame Erklärung der drei Länder vom UN-Klimagipfel im Jahr 2014 in New York. Darin war die Absicht formuliert worden, bei Ressourcen und internationalen Aufträgen auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Eine verbindliche Selbstverpflichtung wie in Norwegen steht aber in Deutschland und Großbritannien bislang noch aus.

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