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Eklat in Sachsen: Bürger kommen in Naziuniform zum Dorffest

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In Sachsen ist es bei einem Dorffest zu einem Eklat gekommen. Wie "Spiegel Online" berichtet, tauchten Bürger im sächsischen Colmnitz bei einem Festumzug mit Naziuniformen auf.

Die Vertreter von Militaria-Verbänden erschienen in Uniformen von Wehrmachtssanitätern und trugen Koffer mit Hakenkreuzen. Außerdem waren sie in historischen Jeeps mit montierten Maschinengewehren unterwegs. Beobachtet hatte die Szene der Fotograf Marcus Fischer:

Gestört hat der Aufzug in dem Dorf aus Anlass des "Schul und Heimatfestes" laut Aussage des Fotografen niemanden.

Bisher gibt es keine Konsequenzen in Colmnitz

"Manche der Schaulustigen haben die Militaria-Fans eher bejubelt und beklatscht", sagte Fischer "Spiegel Online". Der Fotograf wurde laut dem Bericht auch als Vertreter der "Lügenpresse beschimpft".

Bisher hat der Vorfall keine weiteren Konsequenzen. Die Lokalzeitung "Leipziger Internet Zeitung" kommentierte den Vorfall aber durchaus passend:

"So geht sächsische Heimatliebe. Ein bisschen Waffen spazieren fahren, Hakenkreuze zeigen und augenzwinkernd an die Nazi-Zeit erinnern. Halt "Überliefertes und Neues sinnvoll vereinen, pflegen und weiterentwickeln.""

Die Uniformen blieben aber die Ausnahme, wie Fotos vom Umzug zeigen:

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