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Nach Schließung von Gebetsräumen: Muslime beten aus Protest vor der TU Berlin

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TU BERLIN
Nach Schließung von Gebetsräumen: Muslime beten aus Protest vor der TU Berlin | dpa
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  • Die TU Berlin hatte zuletzt Gebetsräume geschlossen - dagegen protestieren Muslime jetzt
  • Schon vor einigen Wochen hatten Hunderte eine Petition zum Erhalt des Freitagsgebets in der Hochschul-Turnhalle unterzeichnet

Es war eine Entscheidung, die heftige Diskussionen auslöste. Ende Februar hatte sich die Technische Universität (TU) Berlin dazu entschlossen, ihre Gebetsräume für Muslime zu schließen.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass Religion und Staat an einer staatlichen Hochschule getrennt werden müssen", sagte TU-Präsident Christian Thomsen damals.

Schon damals protestierten Hunderte Menschen, unterzeichneten nach TU-Angaben eine Petition zum Erhalt des Freitagsgebets in der Turnhalle der Hochschule.

Dutzende Muslime protestieren vor dem Uni-Hauptgebäude

Und der Protest dauert an: Am Freitagabend haben Dutzende Gläubige ihr Gebet vor dem Uni-Hauptgebäude nahe dem Ernst-Reuter-Platz abgehalten. Bei der Polizei war die Aktion als Kundgebung angemeldet.

Die TU erklärte, sie akzeptiere den Protest und nehme ihn wahr. "Wir werden aber unsere begründete Entscheidung nicht revidieren", hieß es.

Trotz der Entscheidung hatten Muslime Uni-Grünflächen und Gebäude zuletzt genutzt, um dort zu beten. Laut TU beteiligten sich daran auch Außenstehende. Die Gruppe war daraufhin kürzlich gebeten worden, sich künftig einen anderen Ort zu suchen.

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