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"Mein Vater hat mich gewarnt": Grünen-Politikerin Sarah Sorge rechnet bei Facebook mit ihrer Partei ab

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SARAH SORGE
"Mein Vater hat mich gewarnt": Grünen-Politikerin Sarah Sorge rechnet bei Facebook mit ihrer Partei ab | dpa
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Seit 23 Jahren ist Sarah Sorge Mitglied bei den Grünen. Nun hat sie in einem Beitrag bei Facebook mit ihrer Partei abgerechnet, wie "Bild.de" berichtet.

Darin schreibt Sorge: "Der Politikbetrieb ist nicht bekannt dafür, dass er fair und dankbar mit Menschen umgeht. Das gilt leider insbesondere auch für die Grünen. Mein Vater hat mich davor von Anfang an gewarnt."

Wahlschlappe der Grünen

Hintergrund ihres Postings ist die für Sonntag geplante Abwahl der Politikerin als Bildungsdezernentin in Frankfurt am Main. Dort hatten die Grünen bei den Kommunalwahlen am 6. März gegenüber dem Ergebnis von 2011 mehr als zehn Prozent der Stimmen verloren.

In der neuen Kenia-Koalition aus SPD, CDU und Grünen, die die bisherige schwarz-grüne Koalition ablöst, gibt es für die Grünen deutlich weniger Posten als zuvor.

Olaf Cunitz: "Eine Demontage des grünen Spitzenpersonals"

Für Sorge und ihren Parteikollegen Olaf Cunitz gibt es deshalb offenbar keinen Platz mehr. Cunitz hatte bereits in der "Frankfurter Rundschau" von einer "Demontage des grünen Spitzenpersonals" gesprochen.

Sorge: "Traurig, ist aber so"

Sarah Sorge, die von der SPD-Politikerin Sylvia Weber abgelöst werden soll, zeigt sich enttäuscht. Sie habe sich nichts vorzuwerfen: "Entgegen der Darstellung mancher" habe ihr Team in den vergangenen vier Jahren "viel bewegt und erreicht".

Sorge bleibt noch bis zum 14. Juli im Amt. Trotz ihrer Kritik wolle sie auch danach weiterhin für die Grünen aktiv bleiben, wie "Journal Frankfurt" berichtet.

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(ca)