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Ihr Sohn wollte eine Barbie kaufen - so reagierte eine fremde Familie im Laden

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Jedes Kind ist einzigartig und jedes Kind entwickelt schon sehr früh eine ganz individuelle Persönlichkeit. Das macht viele Eltern stolz – und bereitet ihnen auch Sorgen.

Denn wie reagieren all die Anderen, wenn sich das Kind außerhalb der Norm verhält? Wird es ausgelacht, zu einem Außenseiter gemacht?

Ihr Sohn wollte bei Target eine Barbie kaufen

Diese Frage stellt sich die junge Mutter Maya Alderman aus dem amerikanischen Atlanta, die unter dem Namen „Crumble Pie“ über ihr Familienleben bloggt, jeden Tag.

In einem bewegenden Facebook-Post, den die Facebook-Seite „Love what matters“ teilte, schreibt die junge Mutter über einen Vorfall in einem Supermarkt, als ihr kleiner Sohn eine Barbie kaufen wollte:

"An die Mutter, die in der Supermarktkette Target mit ihren beiden Söhnen einkaufen war"

"Du kennst mich nicht und ich kenne dich nicht. Weil du mich nicht kennst, weißt du nicht, welchen täglichen Kampf ich gegen meine Ängste ausfechten muss. Als ängstliche Person nehme ich mein Umfeld überdeutlich wahr – normalerweise vor allem, wenn etwas falsch läuft.

Mein Sohn trug an diesem Morgen ein rosa Kopfband und seine Batman-Flipflops. Als ich mit meinem Sohn an euch vorbeilief, während er mich in die Barbie-Abteilung zog, da sah ich dich. Ich sah den Blick.

Mit meinen Sohn irgendwohin zu gehen, kann schwierig für mich sein. Ich werde panisch, wenn ich an die Blicke der Leute denke, und was sie wohl über ihn denken. Er scheint es zum Glück nicht zu bemerken oder es ist ihm egal. Bei diesem speziellen Ausflug waren wir unterwegs, um ihm eine neue Barbie von dem Geld, das er gespart hatte, zu kaufen.

"Pure. Unschuldige. Freude."

Oh, wenn du die Freude in seinem Gesicht hättest sehen können, als wir an dem pink-violett-glitzernden Gang ankamen, vollgestopft mit hübschen Puppen. Pure. Unschuldige. Freude.

Aber vorher gingen wir an dem Gang mit den Lastwagen und Action-Figuren vorbei, in dem du, dein Ehemann und deine Söhne standen. Also konntest du seine Freude nicht sehen. Du hast wahrscheinlich nicht gemerkt, wie ich meine Luft angehalten haben, als wir deine Familie erreichten, und schon darüber nachdachte, wie ich reagieren sollte, falls du oder einer deiner Söhne auf uns deuten und lachen würde. Aber ich habe dich bemerkt. Ich habe dich gesehen.

"Unsere Blicke trafen sich"

Und du hast auf meinen Jungen heruntergesehen mit seinem hübschen Kopfband und den strahlend blauen Augen. Dann hast du mich angesehen und unsere Blicke trafen sich. Und du hast gelächelt. Du hast gelächelt.

Und dann hast du deine Söhne angesehen, die meinen Jungen anstarrten und du hast auch sie angelächelt. Also haben sie sich wieder dem Regal zugewandt und „Hot Wheels“ herausgesucht und wir sind weitergelaufen, um die perfekte Ballerina-Barbie zu finden.

"Es war ein High-Five von Mutter zu Mutter"

Es war ein High-Five von Mutter zu Mutter. Kein Wort, keine Gesten wurden ausgetauscht. Nur ein Lächeln und die kleine Bestätigung, dass vielleicht – nur vielleicht – alles okay sein wird. Hier, in der Spielzeugabteilung von Target.

Danke. Danke, dass du meinen Sohn bemerkt und sichergestellt hast, dass deine Söhne sehen, dass die Unterschiede zwischen ihnen für dich in Ordnung sind. Danke, dass du an diesem Morgen meine Ängste gelindert hast. Danke, dass du mir diesen Blick zugeworfen hast."


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

Eklat: Weil sie dieses Hochzeitskleid trug, wird sie von vielen kritisiert