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Mars: 4 Fragen und Antworten zum roten Planeten des Sonnensystems

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MARS PLANET
Der Mars ist der äußere Nachbar der Erde - und wird für eine Mars-Mission bereits von der NASA erforscht | Günay Mutlu via Getty Images
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  • Mars ist der äußere Nachbar der Erde
  • Wasser auf dem Roten Planet ist zentrales Thema der Forschung
  • Der größte Vulkan des Sonnensystems ist auf dem Planeten zu finden

Der Mars ist neben Merkur, Venus und Erde einer der vier erdähnlichen Gesteinsplaneten. Was ist das besondere an ihm? Von der Sonne aus gesehen ist der Mars nach der Erde der vierte Planet. Er ist unser äußerer Nachbar.

Mit einem Durchmesser von 6792 Kilometern ist er etwa halb so groß wie die Erde. Die Temperaturen schwanken auf ihm zwischen + 27 °C und ­133 °C. Seine Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Kohlenstoffdioxid.

Der Mars ist mit einer Bahngeschwindigkeit von etwa 24 km/sec der Schnellste unter den äußeren Planeten. Er benötigt nur 1,88 Erdjahre um die Sonne zu umkreisen. So kommt es, dass der Mars alle ein bis zwei Monate in einem anderen Sternbild zu sehen ist.

Wie erkennt man den Mars am Sternenhimmel?

Näher als 60 Millionen Kilometer kommt der Mars nicht an die Erde heran. Zwar kann man ihn mit bloßem Auge erkennen, allerdings sieht er ohne Teleskop aus wie einer der anderen Sterne.

Aber etwa alle zwei Jahre scheint er besonders hell und auffällig. Mars kommt dann in Opposition. Das bedeutet er ist der Erde besonders nahe. In dieser Zeit fällt der Mars als orange leuchtender Punkt dem Himmelsbeobachter auf.

Er strahlt rötlich, da seine Oberfläche oxidiert. Wissenschaftler erklärten sich die rote Farbe lange Zeit damit, dass eisenhaltige Mineralien auf seiner Oberfläche quasi verrostet seien.

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Warum ist er ein roter Planet?

Unumstritten verdankt der Planet seine Farbe dem eisenhaltigen Mineral Hämatit. Nach allgemeiner Sicht sei dieses durch den Kontakt mit Wasser entstanden.

Andere Forscher sind der Ansicht, dass Magnetit kein Wasser bedarf um zu Hämatit zu werden. Die Frage nach Wasser auf dem Mars ist immer noch zentrales Thema in der Forschung. Damit einher geht die Frage nach Leben auf dem Mars.

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Wie sieht es auf dem Planeten aus?

Die Oberfläche von Mars gleicht der des Erdmondes. Eine verkraterte Landschaft mit vielen Rillen und Vulkanen. Durch die dünne Atmosphäre verglühen Asteroiden nicht einfach in ihr, sondern es regnet immer wieder kleine Gesteinsbrocken, die auf der Marsoberfläche liegen bleiben.

In jedem Jahr wird der Mars etwa von 200 kleinen Asteroiden getroffen. Teilweise hinterlassen diese beachtliche Krater bis zu fast vier Meter. Das Bildmaterial der NASA­-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter lässt darauf schließen.

Eine landschaftliche Besonderheit auf dem Mars ist Olympus Mons, der größte Vulkan unseres Sonnensystems. Er ist 27 Kilometer hoch und sein Durchmesser beträgt etwa 600 Kilometer.

Er konnte nur so gewaltig werden, weil die Anziehungskraft des Mars nur circa 38 Prozent der Erdanziehungskraft beträgt. Auf der Erde würde dieser Vulkan unter seinem eigenen Gewicht in sich zusammenfallen.

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Wie steht der Mars der Mythologie da?

Die Römer nannten den Planeten aufgrund seiner blutroten Farbe sowie ihren Kriegsgott. Sein griechisches Götterpendant ist Ares. Antike italische Völker und vor allem die Römer verehrten Mars als blutdürstigen mordenden Gott. Sein Attribut ist die Lanze und das Schild.

Das astronomische Zeichen des Mars ist dementsprechend ein Kreis mit einer nach rechts gerichteten Pfeilspitze. Es ist auch das Symbol der Männlichkeit. Noch heute wird der Begriff martialisch, dem Gott Mars zugehörig, im kriegerischen Kontext verwendet.

In der Mythologie hatte Mars zwei Söhne, die ihn im Kampf begleiteten: Phobos (Furcht) und Deimos (Schrecken). Passend dazu werden auch die beiden kosmischen Begleiter von Mars, seine beiden Monde, so genannt.

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(cho)