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Zoff bei den Linken: Wagenknecht wehrt sich gegen "ständige Querschüsse aus dem Off"

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  • Bei den Linken rumort es gewaltig
  • Nachdem Gregor Gysi seine Partie kritisiert hat, schlägt nun Sahra Wagenknecht zurück
  • Sie wehrt sich gegen "ständige Querschüsse aus dem Off"
  • Eine Zusammenfassung der Aussage von Gregor Gysi seht ihr im Video oben

Die Linke hat nun wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Bei den Landtagswahlen im März setzte es drei Schlappen. Und in den neuen Bundesländern, wo die Linke als die "Partei der Unzufriedenen und der kleinen Leute" zur Volkspartei wurde, droht sie diesen Status mehr und mehr an die Rechtspopulisten von der AfD zu verlieren.

Zudem rumort es auch innerhalb der Partei. Nachdem der Ex-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Gregor Gysi, den eigenen Reihen vorgeworfen hatte, "saft- und kraftlos" zu sein, schlug nun seine Nachfolgerin an der Spitze der Fraktion, Sahra Wagenknecht, zurück.

Wagenknecht sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Konkrete Vorschläge, die die Partei weiterbringen, sind immer willkommen. Ständige Querschüsse aus dem Off helfen dagegen niemandem." Auch Linken-Chef Bernd Riexinger wies Gysis Kritk entschieden zurück. Die Linke sei nicht kraftlos, sondern motiviert und bereit, die AfD anzugreifen, sagte Riexinger im "ZDF-Morgenmagazin".

Will die Linke gar nicht regieren?

Die Linke will sich nach ihren jüngsten Wahlschlappen nun verstärkt als bessere Alternative zu den etablierten Parteien in Stellung bringen. Dazu soll ein Parteitag an diesem Wochenende in Magdeburg dienen.

Gysi hatte bemängelt, die Wähler sprächen der Linken Gestaltungskraft ab. Denn im Bund vermittele die Partei den Eindruck, nicht in die Regierung zu wollen. In Ostdeutschland müsse die Linke die Konkurrenz der AfD fürchten.

Wagenknecht entgegnete: "Dass ausgerechnet die x-te Offerte an SPD und Grüne unser Profil schärfen und verlorene Wähler zurückgewinnen soll, ist eine seltsame Idee."

Soziale Ursachen für den Aufstieg der AfD

Im Erfolg der Alternative für Deutschland sieht sie soziale Ursachen: "Der Zulauf für rechtsdemagogische Parteien ist auch ein Ergebnis der immer größeren sozialen Spaltung der Gesellschaft und der damit verbundenen wachsenden Unsicherheit und Angst."

Verantwortlich dafür sei eine Politik, die die gesellschaftliche Mitte zerstöre und wachsende Armut sowie den extremen Reichtum Weniger für alternativlos erkläre. "In Deutschland stehen dafür leider alle Parteien außer der Linken", erklärte Wagenknecht.

Auf ihrem Parteitag will die Linke am Wochenende in Magdeburg ihren Kurs Richtung Bundestagswahl bestimmen. Die beiden Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger stellen sich zur Wiederwahl.

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(sk)