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Indonesien führt Todesstrafe und chemische Kastration für Kinderschänder ein

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Indonesien führt Todesstrafe und chemische Kastration für Kinderschänder ein | Kuznetsov Dmitry via Getty Images
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"Außerordentliche Kriminalität erfordert außerordentliche Maßnahmen", sagte Indonesiens Präsident Joko Widodo am Mittwoch, nachdem er einen Erlass unterschrieben hatte, der drastische neue Strafen für Kinderschänder in dem Land vorsieht.

Künftig kann sexueller Missbrauch an Kindern mit chemischer Kastration, dem Einpflanzen eines Mikrochips oder dem Tod bestraft werden.

"Sexualverbrechen gegen Kinder sind besonders außergewöhnliche Verbrechen, weil sie die Leben von Kindern bedrohen", sagte Widodo.

Zahl der Fälle von Kindesmissbrauch waren zuletzt stark gestiegen

Erst in diesem Monat waren sieben Jugendliche wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 14-Jährigen auf der Insel Sumatra zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden. Auch über andere ähnliche Fälle gab es zuletzt Berichte.

Nach offiziellen Angaben ist die Zahl der öffentlich gewordenen Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder in Indonesien von knapp 2200 im Jahr 2011 auf mehr als 5000 im Jahr 2014 gestiegen. Die Regierung sprach von einer Krise.

Bisher wurden Kinderschänder zu Haftstrafen verurteilt

Verurteilte Pädophile sollen nun nach ihrer Haftentlassung beobachtet werden können, indem ihnen ein Mikrochip eingepflanzt wird. Ihre Namen können außerdem veröffentlicht werden.

Bei der chemischen Kastration werden Hormon-Medikamente gespritzt, um den Geschlechtstrieb zu hemmen.

Das bisherige Gesetz sah für Täter, die Kinder missbrauchten, eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren vor.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

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