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Jetzt doch: FPÖ erstattet wegen Briefwahl-Auszählung Anzeige

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FPÖ-Chef Strache (r.) und Bundespräsidentenkandidat Nofer | dpa
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  • Nach dem knappen Ausgang der österreichischen Bundespräsidentenwahl will die FPÖ das Ergebnis nun doch anfechten
  • Es gebe begründete Hinweise, dass es bei der Briefwahl zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits

Nur knapp 31.000 Stimmen lagen am Ende zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer im Kampf um das österreichische Bundespräsidentenamt.

Während Hofer seine knappe Niederlage zunächst eingestand und verkündete, keine Neuauszählung der Stimmen fordern zu wollen, hat seine Partei - die rechtspopulistische FPÖ - nun Anzeige wegen Fehlern bei der Auszählung der Stimmen eingereicht.

Nach Informationen der Tageszeitung "Der Standard" hat die Partei Anzeige erstattet, da in mehreren Bezirken des Bundeslands Kärnten bei den Briefwahlkarten Unregelmäßigkeiten festgestellt worden seien.

Wurde zu früh und ohne Zeugen ausgezählt?

Beschwerden kommen nicht nur von der unterlegenen FPÖ, sondern auch von der Landeswahlbehörde des Innenministeriums. In vier Bezirken des Bundeslands, unter anderem in Villach, wurde laut des Ministeriums zu früh mit der Stimmenauszählung begonnen. Auch Zeugen soll es bei der Auszählung nicht gegeben haben. Die betroffenen Wahlbezirke wiesen alle Vorwürfe zurück.

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Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. "Der Vorwurf lautet, dass vor dem gesetzlichen Zeitpunkt um 9 Uhr ausgezählt wurde", sagte ein Abteilungsleiter der Behörden gegenüber dem "Standard". In allen vier Bezirken lag zunächst Norbert Hofer vorne. Bei den Briefwählern siegte jedoch Alexander van der Bellen, wenn auch nur knapp.

Berichte über Pannen bei Auszählung gibt es auch aus dem Bundesland Steiermark.

Die FPÖ betonte, vor einer möglichen kompletten Anfechtung des Wahlergebnisses, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten zu wollen.

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