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Diese junge Familie verlor ihren gesamten Besitz - nur wegen eines Facebook-Posts

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Eigentlich wollten Mark Higgins (28) und Becky Szenk (22) mit ihrer kleinen Tochter nur umziehen, um näher an der Arbeitsstelle des Mannes zu wohnen - doch dann kam alles anders. Eine neue Wohnung hatte das junge Paar aus der Stadt Walsall in den britischen West Midlands schon gefunden - nur eine Umzugsfirma fehlte noch.

Ein Post auf Facebook sollte die Lösung sein

Auf Facebook wurde Becky fündig: Sie stieß auf die Werbung des Umzugsunternehmers Lee Green. Sie rief ihn an und war beeindruckt von seinem Angebot und seiner Professionalität, berichtete sie der englischen Tageszeitung "The Mirror" . Schnell stand der Termin.

Am Umzugstag lief alles perfekt. Die beiden Briten waren begeistert von der Effizienz der Möbelpacker: Nach 45 Minuten waren all ihre Habseligkeiten im Laster verstaut: Bett, Kleidung, Schränke und alle gemeinsamen Fotos.

An der neuen Wohnung wartete dann die böse Überraschung

Dann fuhren die beiden in die neue Wohnung. Sie liegt über einem Pub, den Mark kürzlich übernommen hatte.

Sie warteten. Und warteten. Doch der Lastwagen kam nicht.

Was war passiert? Immerhin hatten die Umzugshelfer gesagt, dass sie an dem Tag noch weitere Jobs und einen straffen Zeitplan hätten, Trödeln und Verspätungen passten dazu nicht.

Als nach einer Stunde noch immer keine Möbel in Sicht waren, stellte das Paar Nachforschungen an. Schon bald merkten sie: Weder Lee Green noch seine Umzugsfirma hatten je existiert. Stattdessen waren die Briten an einen Betrüger geraten.

Die Lüge um "Lee Green"

"Lee Green" und sein Verbrecher-Team haben sich darauf spezialisiert, sich als Umzugshelfer auszugeben, um dann mit den Habseligkeiten und dem Geld nichts ahnender Menschen zu verschwinden. Insgesamt entstand ein Schaden von 10.000 britische Pfund, umgerechnet knapp 13.000 Euro.

Doch auch Gegenstände von nicht-materiellem Wert fehlen, so etwa sämtliche Unterlagen für ihr sieben Monate altes Baby Ariyah, wie die britische"Daily Mail" berichtet. Nicht einmal Kleidung oder persönliche Gegenstände wie Fotoalben wurden zurückgelassen. Alles war weg.

Am meisten ärgerten sich Mark und Becky darüber, dass sie die Diebe auch noch dafür bezahlt hatten, dass sie in weniger als einer Stunde ihr Haus ausräumten.


Wie es für die junge Familie weitergeht

Monate später versucht das Paar, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Zunächst waren sie auf Spenden von Fremden angewiesen. Wer sich gerade eine neue Wohnung gesucht hat, einen Umzug bezahlen musste und wie Mark ein neues Geschäft aufbaut, hat nicht genug Geld, um sich alles sofort neu zu besorgen.

Vom Sofa über Kühlschrank bis zu Babykleidung: Sachspenden im Wert von 3000 Pfund haben Freunde und Bekannte ihnen zukommen lassen.

Sogar Kerzen bekamen, damit das neue Heim etwas wohnlicher wirkt. Zusätzlich konnten sie per Crowdfunding 4000 Pfund sammeln - mehr als sie sich je erträumt hatten. Sie hatten bloß für das Nötigste gehofft, um ihr Baby versorgen zu können.

Während er selbst gespendete Klamotten am Leib trug, sagte Mark Higgins gegenüber "The Mirror": "Es ist hart, aber wir hatten immerhin Glück." Seine Verlobte will sich vor allem bei den Helfern bedanken, sie hätten ihnen den "Glauben in die Menschlichkeit" nach dem schrecklichen Erlebnis zurückgegeben.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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