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Nach Hetze gegen Muslime: Berliner Hochschulen kündigen Dozenten

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BERLIN
Ein Berliner Dozent ist nach rassistischen Äußerungen seinen Job los | golero via Getty Images
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  • Ein Berliner Hochschuldozent ist im Internet mit Hetze gegen Muslimen aufgefallen
  • Zudem soll der Diplom-Mathematiker in Prüfungen islamfeindliche Aufgaben gestellt haben
  • Nach Beschwerden von Studierenden haben zwei Berliner Hochschulen dem Privatdozenten gekündigt

Nach umstrittenen Aussagen über den Islam und über Muslime haben sich die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin von einem Privatdozenten getrennt. Wolfgang Hebold, ein Diplom-Mathematiker, soll auf seinem Blog mit islamfeindlicher Hetze aufgefallen sein.

Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, soll Hebold bereits im vergangenen Jahr in diesem Zusammenhang negativ in Erscheinung getreten sein. Allerdings sei eine Überprüfung seiner Person im "Hochschulalltag der HTW untergegangen".

Auf seinem Blog, "Die Verheerung Europas. Ein Tagebuch des Niedergangs" schrieb Hebold über „Islamisierung, Verschuldung, ethischer Verwahrlosung und Verdummung durch Medien und Politik“. Eingewanderte "Kopfuchmoslems" würden seiner Meinung nach Europa ruinieren.

"Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz“

Nach Informationen des "RBB" habe der Wissenschaftler zudem "Randale angekündigt", falls eine „Lehrerin mit Kopftuch“ an der Schule erscheinen würde. In Prüfungsaufgaben hätten Informatik-Studierende den statistischen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Terroranschlägen und dem Anteil von Muslimen in der Bevölkerung untersuchen müssen.

Nun haben ihm beide Hochschulen seine Lehraufträge entzogen. "Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz“, zitierte die "Berliner Zeitung" eine Sprecherin der Hochschule für Technik und Wirtschaft.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

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