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Schweiz: Muslimische Schüler dürfen Lehrern Handschlag nicht verweigern

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Schweiz: Muslimische Schüler dürfen Lehrern nicht den Handschlag verweigern (Symbolbild) | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Im Handschlag-Streit im Schweizer Kanton Basel-Land ist eine Entscheidung gefallen
  • Schüler dürfen von nun an nicht mehr aus religiösen Gründen den Handschlag verweigern
  • Das entschied die Direktion für Bildung und Kultur

Die Handschlag-Debatte in der Schweiz geht in eine neue Runde. Zwei muslimische Schüler hatten an einer Schule im Kanton Basel-Land einer Lehrerin aus religiösen Gründen den Handschlag verweigert.

Darüber war eine landesweite Debatte ausgebrochen, die auch Justiz und Politik beschäftigte. Jetzt hat die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) eine brisante Entscheidung getroffen.

In Zukunft soll es Schülern verboten sein, Lehrkräften den Handschlag zu verweigern. Tun sie dies trotzdem, sollen ihre Eltern belangt werden. Von Ermahnungen und Geldstrafen bis 5000 Schweizer Franken, umgerechnet etwa 4500 Euro, ist in der herausgegebenen Mitteilung die Rede.

Integration ist wichtiger als Religionsfreiheit

Die Regelung soll nach Darstellung der Behörde mit dem Grundrecht der Religionsfreiheit vereinbar sein. In der Mitteilung heißt es: "Das öffentliche Interesse bezüglich Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Integration von Ausländern überwiegen die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Religionsfreiheit) der Schüler erheblich.“

Bildungsdirektorin Monica Gschwind hat die Lehrerinnen und Lehrer der Baseliner Volksschulen persönlich über ihre neuen Rechte informiert. Bisher waren die muslimischen Schüler temporär von der Handschlagpflicht befreit gewesen. Diese Zwischenlösung werde nun aufgehoben.

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(sk)