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Pornostars enthüllen die häufigsten Fehler, die Männer im Bett machen

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PORNOSTAR
Laut Pornostars: Das machen Männer beim Sex falsch | askmen youtube screenshot
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Wir haben ein Problem. Wir haben alle ein Problem. So kann es nicht weitergehen.

Lasst uns etwas dagegen tun, gemeinsam. Es geht immerhin um unsere Lust. Und es kann daher nicht sein, dass 50 Prozent der Menschen bei heterosexuellem Sex nur selten einen Orgasmus erleben. 50 Prozent!

Frauen kommen nur unregelmäßig

Die Statistik ist da ziemlich eindeutig. Nur 25 Prozent aller Frauen kommen demnach regelmäßig bei vaginalem Sex. Ganz egal, wie lang der Sex dauert, ganz egal wie groß oder klein der Penis ist, ganz egal, in welcher Beziehung sie zu dem Sexpartner stehen.

Diese Zahl stammt auch nicht aus einer einzelnen Erhebung, sondern lässt sich aus insgesamt 33 Studien der letzten 80 Jahre generieren.

Woran liegt das?

Diese traurige Zahl hat vor allem zwei Gründe. Zum einen ist die weibliche Anatomie immer noch vielen Menschen, nicht zuletzt den Frauen selbst, zu gewissen Teilen ein einziges Rätsel.

Auch dank Sigmund Freud, der der Meinung war, Frauen könnten durch den "reifen vaginalen Orgasmus", also allein durch Penetration, zum Orgasmus kommen. Die detaillierte Beschreibung weiblicher Geschlechtsorgane lässt bis zum heutigen Tag in medizinischen Standardwerken zu Wünschen übrig.

Danke, Herr Freud. Das war mal eine so nachhaltig wie falsche Einschätzung. Denn die Klitoris ist das Hauptorgan der weiblichen Lust. Sie ist das sensibelste und lustvollste weibliche Organ.

Doch, und da kommen wir zum zweiten Grund, viele Frauen haben leider eine gewisse Scham und falsche Rücksichtnahme ihrem Sexualpartner gegenüber. Sie trauen sich nicht, exakt zu definieren, was sie zum Orgasmus bringt, Oralsex zum Beispiel. Und sie haben vielleicht die lange vorherrschende Meinung verinnerlicht, wenn der Mann gekommen ist, sei der Sex schon gut gewesen.

Frauen: Sagt endlich, was euch anmacht!

Wir finden: So geht das nicht weiter! Denn es ist auch den Männern gegenüber ungerecht. Wie sollen sie schließlich wissen, wie sie ihren Sexpartnerinnen Freude bereiten können, wenn es ihnen keiner sagt?

Vielleicht macht es daher Sinn, mal Frauen zu fragen, die sich qua Beruf wenig Hemmungen leisten können. Genau, Pornostars. Was können Männer beim Sex also besser machen? Die Antworten sind recht eindeutig:

1) Mehr Zeit für Vorspiel

"Sie sollten sich schon Zeit nehmen, und nicht sofort loslegen", heißt es in einem Video-Interview mit britischen Pornostars. Für die meisten Frauen ist es nicht gerade lustfördernd, umstandslos penetriert zu werden. Der Mann sollte sich Zeit nehmen. Vor allem, um der Partnerin genügend Zeit zu geben, feucht zu werden.

Wer das Vorspiel außen vor lässt, ist zumeist auch zu sehr auf penetrativen Sex festgelegt. Aber der ist, wie wir wissen, für viele Frauen eben nicht das Nonplusultra.

2) Auf die Finger achten

Schaut man sich unten stehendes Video-Interview mit Pornostars an, schüttelt es einen als Frau unweigerlich. Es geht um Finger. Viele Männer hoffen, mit grobem Gestochere schon irgendwie was zu bewirken. Nein. Und die Tatsache, dass "Männer nicht zur Maniküre gehen" ist dabei nur ein kleiner Aspekt.

Auf gut Glück an einer Frau rumzurubbeln oder sie manuell zu penetrieren ist für die Partnerin oftmals eine Frage des Erduldens. "Seid sachte", heißt es in dem Video. Im Übrigen kann auch Gleitmittel nicht schaden.

3) Nicht egoistisch sein

Sollte eigentlich klar sein. Aber leider sind manche Frauen in gewisser Hinsicht selber "schuld", wenn ihre Partner sich egoistisch verhalten. Denn sie kommunizieren nicht eindeutig oder täuschen gar Lust und Höhepunkt vor und geraten so ins orgasmische Hintertreffen.

So kann dann vielleicht passieren, was in dem Video beschrieben wird: "Dann will er morgens einfach einen geblasen kriegen, kommt und geht zur Arbeit! So läuft das nicht, mein Lieber! Ihr müsst das Vergnügen schon auch zurückzahlen."

Wir würden es jetzt weniger als Tauschgeschäft sehen. Aber finden trotzdem: Beim partnerschaftlichen Sex ist man ja nicht umsonst zu zweit.

4) Seid nicht still

Was für Frauen gilt, gilt auch für Männer. "Wenn ihr nichts sagt, seid ihr selbst gef****", wie es so schön und direkt in dem Video heißt. Ohne funktionierende Kommunikation kommt man nicht zueinander, das haben schon Romeo und Julia gelernt. Und dabei ist es egal, ob es sich um einen dauerhaften Partner oder einen für nur eine Nacht handelt: Wer nicht sagt, was ihn anmacht, der wird es nicht bekommen.

Scham ist nicht angebracht. Wenn man schließlich schon mal nackt mit einem anderen Menschen Zeit verbringt, sind die Interessen geklärt. Und richtig schön wird es erst, wenn man sich traut, dem anderen zu sagen, was gefällt.

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(lk)