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Massage-Therapie hilft Körper und Psyche zu entspannen

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MASSAGE
Eine Massage hilft Körper und Geist | karelnoppe via Getty Images
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  • Eine alternative Heilmethode ist die Massage
  • Die Therapie hilft bei Körper- und Nackenverspannungen
  • Die Handgriffe bietet auch psychische Entspannung

Fällt das Wort Massage, denken die meisten heute an hübsch dekorierte Räume in den Wellnessbereichen der Hotels und Thermalbäder. Dabei dient sie zuerst als Behandlungsmethode bei Schmerzen.

Massage als uralte Heiltradition

Die Massage ist keine Erfindung der Neuzeit: Schon der griechische Arzt Hippokrates (460 bis 370 v. Chr.) erkannte, dass die Anwendung bestimmter Handgriffe diverse Zipperlein seiner Patienten kurierte.

Und Hippokrates war nicht einmal der Erste: In China hatte ein gewisser Huang Di bereits 2600 v. Chr. Massagehandgriffe schriftlich festgehalten. Von dort verbreitete sich die Massage über ganz Asien und kam schließlich nach Europa.

In jedem Badehaus des alten Rom waren Masseure anzutreffen, die ihre Kundschaft mit sanften Griffen wieder in Schwung brachten. Im Mittelalter geriet die Massage im Westen über viele Jahrhunderte in Vergessenheit.

Die heute als "schwedische Massage" bekannte Variante ist dem Stockholmer Pehr Henrik Ling zu verdanken. Er eröffnete 1813 das Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage und begründete damit die moderne Geschichte der Massage.

Bis der Berliner Orthopäde Albert Hoffa sie nach Deutschland brachte, sollten jedoch noch fast hundert Jahre vergehen.

Die Massage heute

Die schwedische Massage ist bis heute die klassische Behandlungsform, die von Physiotherapeuten angeboten wird. Im medizinischen Bereich wird außerdem zum Beispiel die Lymphdrainage zur Behandlung von Ödemen eingesetzt.

Daneben haben zahlreiche Massagen aus dem asiatischen Raum den Weg nach Deutschland gefunden. Am bekanntesten sind zweifellos die Thai-Massage und die indische Ayurveda-Massage.

Die klassische (schwedische) Massage wird zur Behandlung von Verspannungen und Schmerzen an der Wirbelsäule eingesetzt. Der Erfolg der Massage beruht zum Teil darauf, dass die richtigen Handgriffe Muskeln lockern und den Blutkreislauf verbessern.

Einen nicht unwesentlichen Anteil am positiven Effekt der Massage hat jedoch die sich einstellende psychische Entspannung. Durch die sanften Berührungen verbessert sich das Wohlbefinden, und zuvor gestresste Menschen kommen endlich zur Ruhe.

Wie verläuft eine Massage?

Unterschieden wird zwischen der Ganzkörper- und Teilkörpermassage. Eine medizinische Massage, die vom Arzt verschrieben wird, ist fast immer eine Teilkörpermassage.

Schmerzt beispielsweise der verspannte Nacken, wird der Physiotherapeut die Nackenpartie massieren. Bei einer Ganzkörpermassage werden nach und nach alle Körperpartien massiert.

Dies ist zum Beispiel bei der beliebten Thai-Massage der Fall. Bei der ayurvedischen Abhyanga-Massage wird zudem viel mit warmem Öl gearbeitet.

Wie finde ich eine gute Massage?

Verschreibt der Arzt eine medizinische Massage, sollte sie von einem ausgebildeten Physiotherapeuten mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass der gewählte Masseur von der Krankenkasse anerkannt wird. Dann ist nur eine Zuzahlung erforderlich, während die Krankenkasse den Großteil der Kosten übernimmt.

Die Thai-Massage, die auf der uralten indischen Ayurveda-Heilkunst basiert, ist zwar körperlich genauso effektiv wie die schwedische Massage, darf in Deutschland aber lediglich als Wellness-Massage angeboten werden.

Gute Thai-Masseure haben ihr Handwerk - unabhängig von ihrer Nationalität - meist in einer der großen Massageschulen in Thailand erlernt und verfügen über ein entsprechendes Zertifikat. Ayurveda-Experten wiederum haben häufig in Indien oder Sri Lanka Kurse absolviert.

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