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Ein Mann beschimpft zwei Kopftuchträgerinnen im Eiscafé – die Reaktion der Bedienung geht jetzt um die Welt

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MUSLIMA
Ein Mann beschimpft zwei Kopftuchträgerinnen im Eiscafé – die Reaktion der Bedienung geht jetzt um die Welt | Twitter
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Die 21-jährige Malaak Ammari und ihre 22 Jahre alte Freundin Nura wollten in der kalifornischen Eisdiele "Andrew’s Ice Cream“ nur gemeinsam ein Eis essen, als sich ein höchst unschöner Zwischenfall ereignete.

Ein männlicher Kunde begann die Freundinnen wüst zu beschimpfen und zu bedrohen – weil sie ein Kopftuch tragen. Nura filmte den Vorfall mit ihrem Smartphone und lud den kurzen Clip später bei Twitter hoch.

Und die Reaktionen der jungen Muslimas sowie der aufgeweckten Bedienung gehen um die Welt.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der aufgebrachte Mann von der Bedienung aus dem Laden geleitet wird: "Wenn Sie nicht nett sein können, wollen wir hier sie nicht“, so ihre starke Antwort auf die rassistischen Entgleisungen des Mannes.

Der keilt zurück, während er mit ausgestrecktem Finger bedrohlich auf die muslimischen Freundinnen zeigt: "Ich will die nicht in meinem Land.“

Bemerkenswert ist auch die gefasste und schlagfertige Reaktion der Frauen. "Schade für Sie, dass wir hier sind“, antwortet Nura, während sie seelenruhig weiter ihr Eis isst.

"Schade für mich? Ihr werdet noch sehen, was passiert“, droht der Mann, während er gezwungen ist, das Café zu verlassen.

Ammari ruft ihm hinterher: "Sie sind ein Rassist – und das ist auf Video.“

Im Gespräch mit dem Online-Magazin "Mic“ erklärt die junge Frau: "Wir sind nur muslimische Mädchen. Wir wussten nicht, was wir tun sollen, und wir wollten kein zusätzliches Öl ins Feuer gießen. Denn es war schon schlimm genug.“

Ihre besonnene Reaktion und das entschiedene Handeln der Bedienung gehen jetzt um die Welt. Das Video ist ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Islamophobie.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

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In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(lk)