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Fall Höxter: Das schockierende Selbstbild des Tatverdächtigen

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WILFRIED W
Der Tatort im ostwestfälischen Höxter | Alexander Koerner via Getty Images
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  • Der Tatverdächtige von Höxter äußert sich erstmals öffentlich zu den Vorwürfen
  • Er sagte, er sei "kein Monster"
  • Stattdessen sei seine Ex-Frau die treibende Kraft hinter den Verbrechen gewesen

Im Fall der in Höxter zu Tode gequälten Frauen äußerte sich erstmals der tatverdächtige Mann öffentlich.

Die Beweise gegen ihn sind erdrückend. Zudem war er bereits 1995 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, weil er mit einer Geliebten seine erste Ehefrau eingesperrt, verprügelt und missbraucht hatte. Dennoch sieht er sich als als weitgehend unbeteiligt an den Taten. Seinem Anwalt habe Wilfried W. gesagt: "Ich bin kein Monster". Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Tatverdächtiger schiebt Schuld auf die Ex-Frau

Stattdessen schiebt er die Schuld auf die ebenfalls Tatverdächtige Angelika B., seine Ex-Frau. Nicht er, sondern sie sei die treibende Kraft bei den Misshandlungen gewesen.

"Manchmal hat mich ihre Brutalität erschreckt", zitiert die Zeitung weiter den Verdächtigen. Seine Ex-Frau soll ihrerseits ausgesagt haben, dass sie die Taten nur begangen habe, weil sie davon ausging, dass W. das von ihr erwartet habe.

Die beiden stehen im Verdacht, jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt zu haben. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben. Laut "Bild" hat Wilfried W. zu etwa 500 Frauen Kontakt aufgenommen.

Währenddessen ist die Suche nach Überresten der in Höxter vermutlich zu Tode gequälten Anika W. am Montag vergeblich geblieben.

Spürhunde fanden keine Überreste von Anika W.

Mit zwei Leichenspürhunden hatte die Polizei am Vormittag auf einem etwas mehr als zwei Kilometer langen Straßenabschnitt in der Nähe des Hauses der mutmaßlichen Täter Angelika B. und Wilfried W. nach Knochen- oder Zahnfragmenten des Opfers gesucht.

Die Ermittler waren damit einer Aussage der 47-jährigen Tatverdächtigen Angelika B. nachgegangen. Diese hatte angegeben, gemeinsam mit ihrem 46-jährigen Ex-Mann die Leiche der Frau aus Niedersachsen im Jahr 2014 zerstückelt, Körperteile im Kachelofen verbrannt und die Asche dann am Straßenrand verteilt zu haben.

Mit Material der dpa

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(sk)