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Depression: So findest du heraus, ob du zu wenig Serotonin produzierst

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Teenage girl waking up | Hemera Technologies via Getty Images
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Fast jeder hat schon einmal von Serotonin gehört. Aber die wenigsten haben eine genaue Vorstellung davon, was Serotonin eigentlich ist.

Serotonin entsteht in unserem Gehirn und wirkt als Neurotransmitter auf unzählige Gehirnzellen, die unter anderem auf unsere Stimmung, unseren sexuellen Appetit, aber auch unser Sozialverhalten Einfluss haben.

Darüber hinaus ist dieser Neurotransmitter für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Denn ein niedriges Serotonin-Level wird mit Depression in Verbindung gebracht.

Serotonin und Depression

Die Verbindung zwischen Serotonin-Spiegel und Depression zeigt sich durch die höhere Konzentration von Serotonin-Abbauprodukten in der Rückenmarksflüssigkeit und dem Hirngewebe von depressiven Patienten.

Ob ein niedriges Serotonin-Level Depressionen sogar auslösen kann, wird in der Wissenschaft noch diskutiert. Klar ist allerdings, dass es eine relevante Verbindung gibt.

Denn Serotonin schützt uns. Das funktioniert wie folgt: Serotonin sorgt dafür, dass andere Neurotransmitter (Botenstoffe, die Reize zwischen den Zellen übertragen) nicht zu stark wirken. Es ist quasi wie ein Schutzmechanismus gegen zu starke Stimulanzen.

Woher weiß man, ob man ein niedriges Serotonin-Level hat?

Aber wie können wir sicherstellen, dass wir genug schützendes Serotonin produzieren? Ein Indiz dafür, dass wir zu wenig Serotonin produzieren, sind beispielsweise plötzlich auftretenden Wutausbrüche.

An der Universität von Cambridge wurde eine Studie durchgeführt, in der nachgewiesen werden konnte, dass niedrige Serotonin-Level es schwieriger machen, Ärger zu kontrollieren - das kann schlussendlich auch zu aggressiverem Verhalten führen.

Molly Crockett, eine der Autorinnen der Studie, erläutert: "Wir wissen schon seit Jahrzehnten, dass Serotonin eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit aggressivem Verhalten spielt. Aber wir haben erst seit kurzem die nötige Technik, um dies auch zu beweisen. So konnten wir endlich den Mechanismus aufdecken, mit dem Serotonin dieses Verhalten beeinflusst."

Serotonin und Müdigkeit

Es konnte außerdem bewiesen werden, dass niedrige Serotonin-Level mit Müdigkeit in Zusammenhang stehen. Ein höherer Serotonin-Spiegel hingegen wird mit einer verbesserten Stimmung und mehr Energie in Verbindung gebracht.

Ein Artikel in der Zeitschrift "Scientific American", der bereits vor mehr als 20 Jahren publiziert wurde, legt zudem nahe, dass ein starkes Bedürfnis nach Kohlenhydraten ein weiteres Indiz für zu wenig Serotonin sein könnte. Denn die Aufnahme von Kohlenhydraten regt die Serotonin-Produktion an.

Da aber Serotonin auch für besseres Einschlafen, Schmerzempfindlichkeit und Stimmungskontrolle verantwortlich ist, tendieren viele Menschen dazu, zuviel Kohlenhydrate zu essen. Sie versuchen einfach, möglichst viel des Guten zu bekommen.

Wie können wir Serotonin regulieren?

Es gibt durchaus ein paar Tricks, die die Serotonin-Produktion anregen können, wenn ihr den Verdacht habt, dass ihr einen zu niedrigen Spiegel habt.

Es kann beispielsweise helfen, schöne Erlebnisse nachzuempfinden. So erlebt das Gehirn die Erinnerungen noch einmal - es kann nämlich nicht sonderlich gut zwischen echten und nachempfundenen Erlebnissen unterscheiden. In beiden Fällen produziert es: Serotonin.

In der Glücksforschung wird zudem schon lange empfohlen, Dankbarkeitsübungen auszuführen. Solche Übungen erinnern uns daran, dass es Dinge in unserem Leben gibt, die wichtig sind, die Wert haben und für die wir dankbar sein sollten. Auch das kann uns einen Serotonin-Boost geben.

Ebenso kann ein Spaziergang bei Sonnenschein schon kleine Wunder wirken. Denn UV-Strahlen regen die Vitamin D- und Serotonin-Produktion an - auch dadurch kriegen wir also einen Mini-Boost, der sich positiv auf die Stimmung auswirken kann.


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