Huffpost Germany

Bayer AG: Leverkusener wollen trotz Monsanto-Absage weiter verhandeln

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MONSANTO
Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto | Charles Platiau / Reuters
Drucken
  • Der US-Agrarkonzern Monsanto hat ein Übernahmeangebot der Bayer AG abgelehnt
  • Mit 55 Milliarden Euro war es eines der teuersten Angebote der deutschen Geschichte
  • Die Bayer AG will trotzdem weiter verhandeln

Bei diesen Summen wird einem schwindelig: Eines der teuersten Angebote für eine Unternehmensübernahme der deutschen Geschichte ist dem US-Agrarchemiekonzern Monsanto nicht genug.

Monsanto lehnt das bisherige Angebot von Bayer in Höhe von 55 Milliarden Euro als finanziell unzureichend ab. Der Verwaltungsrat habe sich einstimmig gegen die Offerte entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche, teilte der Konzern mit.

Monsanto-Chef Hugh Grant verkündete, eine "integrierte Strategie" könne erhebliche Vorteile haben. Damit signalisiert das umstrittene US-Unternehmen grundsätzliches Interesse an Fusionsgesprächen.

Dazu passend: Todesgefahr Glyphosat - EU will Lizenz von Monsanto um 15 Jahre verlängern

Offenbar ist Bayer bereit, noch etwas draufzulegen. Man stehe zu dem Angebot und sehe "konstruktiven" Gesprächen entgegen, teilten die Leverkusener am Dienstagabend mit.

"Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen", bekräftigte der Leverkusener Dax-Konzern.

Der Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar - insgesamt 62 Milliarden Dollar. Händler und Analysten waren von der Höhe des Gebots überrascht. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Ratingagenturen Moody’s und Fitch drohten Bayer wegen der Fusionspläne mit deutlichen Bonitätssenkungen.

Mit Material der dpa

Auch auf HuffPost:

Das ist Deutschlands neues Boomland – und es ist nicht Bayern

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(sk)