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Facebook lehnte Bikinifoto von Plus-Size-Model ab – weil es zu geschmacklos sei

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Die Werbung mit Tess Holiday hat Facebook gesperrt | Facebook
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Facebook ist in Vergangenheit bereits häufiger für seine willkürliche Erlaubnispolitik in die Kritik geraten. Jetzt kam es zu einem besonders heiklen Vorfall: Das Unternehmen lehnte das Bikinifoto eines Plus-Size-Models ab, da es nach Aussage von Facebook "Körperteile in einer unerwünschten Art und Weise“ darstelle.

Das Bild des Models Tess Holliday war von der australischen Feministen-Gruppe "Cherchez La Femme“ gepostet worden, um auf ihre monatliche Talkshow aufmerksam zu machen. Das Thema dieses Mal: "Feminismus und Fett“.

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Nach der Löschung erhob die Gruppe Einspruch gegenüber Facebook. Doch das Unternehmen verteidigte die Zensur: Das Foto verstoße gegen die "Gesundheits- und Fitnesspolitik“ des sozialen Netzwerks.

Die fadenscheinige Begründung: Facebook erlaube keine Bilder, die ein bestimmtes Körpergewicht als "perfekt“ oder "nicht erstrebenswert“ darstelle. Und weiter: "Werbung wie diese ist nicht erlaubt, da Betrachter sich schlecht fühlen könnten.“

Und die Antwort, die auf einem Screenshot der Feministen-Gruppe zu sehen ist, wurde noch absurder: "Stattdessen empfehlen wir, Bilder zu benutzen, die relevante Aktivitäten wie Joggen oder Fahrradfahren zeigen.“

Mittlerweile hat sich Facebook für die Löschung und die erste Antwort entschuldigt.

"Cherchez la Femme“ ist das zu wenig: „Es sollte keiner internationalen Medienaufmerksamkeit bedürfen, damit Facebook merkt, dass sie ein Problem mit der Diskriminierung bestimmter Körperbilder haben“, erklärten die Aktivisten dem Online-Magazin "Mashable“.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.