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Unterschätzte Krankheit hat das Gehirn dieses Babys zerstört

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SUGLING JOHN IST TODKRANK
Herpes-Enzephalitis: Säugling John ist todkrank | Facebook/Toto Rockin
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"Auf dem Bild seht ihr meinen Sohn John. Auf den ersten Blick wirkt er fast wie jeder andere Säugling." Mit diesen Worten beginnt der Facebook-Nutzer "Toto Rockin" einen Beitrag, der inzwischen über 30.000 Mal geteilt wurde. Das schwere Schicksal des kleinen John wäre zu verhindern gewesen.

Die ersten Symptome wirkten noch harmlos: Zwei Wochen nach seiner Geburt habe John begonnen, "unruhig zu werden, sich zu überstrecken und in leichten Schüben zu zittern". Dann die erschütternde Diagnose: Herpes-Enzephalitis. Das Herpesvirus, das viele nur von harmlosen Fieberbläschen an den Lippen kennen, ist für Neugeborene tödlich.

Unaufhaltsame Gehirnentzündung: Die Ärzte sind machtlos

Sein Sohn John müsse sich irgendwo mit dem Virus angesteckt haben, schreibt der Vater bei Facebook. Durch die noch nicht ausgebildete Blut-Hirnschranke sei es ins Gehirn gelangt und habe große Teile entzündet und zerstört. Das Schlimmste: "Die Entzündung im Gehirn scheint weiter zu brennen, die Ärzte können nichts dagegen tun."

Niemand weiß, wie lange seinem Sohn noch bleibt. "John muss nun alleine kämpfen." Doch der Vater sucht nicht nach Mitleid, er möchte aufklären und auf die Gefahr von Herpesbläschen hinweisen. Sein Appell an die Betroffenen: "Haltet euch von Babys fern, schaut nicht mal in den Kinderwagen, ihr könntet das Kind anstecken."

Gefahr für Ungeborene: Ansteckung während der Schwangerschaft

Auch für Ungeborene ist das Virus gefährlich. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt auf seiner Internetseite, dass eine Herpesinfektion während der Schwangerschaft zu Fehlbildungen des Kindes oder sogar zu Fehlgeburten führen könne.

Für den kleinen John ist es zu spät, er wird nie wieder gesund. Doch sein Vater hat die Hoffnung, mit der bewegenden Geschichte etwas zu verändern. "Dann hat Johns schwerer Weg einen Sinn bekommen."

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(lk)