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Über 2000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

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LIBYA REFUGEES
Über 2000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet | Hani Amara / Reuters
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  • Mehr als 2000 Flüchtlinge gerieten am Montag während der Überfahrt von Libyen nach Italien in Seenot
  • Italienische und irische Marine-Schiffe und die Organisation Ärzte ohne Grenzen retteten die Menschen

Internationale Rettungskräfte haben im Mittelmeer erneut über 2000 Flüchtlinge in Sicherheit gebracht.

Die Schiffe der italienischen und irischen Marine sowie der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mussten allein am Montag bei 15 verschiedenen Rettungseinsätzen Hilfe leisten, wie Italiens Küstenwache mitteilte.

Seeweg statt Balkanroute

Die Menschen waren auf insgesamt 14 Schlauchbooten und einem Holzboot auf dem Weg von Libyen über das Mittelmeer nach Italien. Vor allem bei gutem Wetter wagen weiter zahlreiche Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt, immer wieder müssen die internationalen Rettungskräfte einschreiten.

Verschiedene Medien beziffern die Zahl der Geretteten auf etwa 2600.

Immer mehr Flüchtlinge wählen wieder den gefährlichen Seeweg über das Mittelmeer, seit die Balkanroute geschlossen ist, und sich die Wetterbedingungen für Überfahrten wieder günstiger gestalten.

Hunderttausende Flüchtlinge aus Libyen erwartet

Dazu kommt die prekäre Lage Libyens. Das Land versinkt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 in einem Bürgerkriegschaos. Trotz eines von den UN vermittelten Friedensabkommens konnte die Regierung der nationalen Einheit ihre Arbeit bisher nicht aufnehmen.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini befürchtet nach einem Bericht von „politico.eu“ vom Beginn des Monats, dass sich mehr als 450 000 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland auf den gefährlichen Seeweg über das Mittelmeer nach Europa machen könnten.

Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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