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Er sagte einem Ausländer "Sieg Heil" - doch das war erst der Anfang

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WARSCHAUER STRAE
Die Oberbaumbrücke an der Warschauer Straße in Berlin | ullstein bild via Getty Images
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  • In Berlin kam es am Sonntag zu einem fremdenfeindlichen Übergriff
  • Ein Mann rief "Sieg Heil" und bedrohte einen Einwanderer
  • Die Fremdenfeindlichkeit hat in Deutschland seit der Flüchtlingskrise stark zugenommen

Er rief "Sieg Heil", zeigte den Hitlergruß und bedrohte einen Einwanderer: Ein 34-Jähriger Mann erregte am Sonntagmorgen in Berlin Aufmerksamkeit.

An der S-Bahn-Haltestelle Warschauer Straße beleidigte er einen 20-Jährigen aus Guinea und drückte ihn über das Brückengeländer nahe dem Bahnhof, während er dem Dritten Reich huldigte.

Passanten griffen in das Geschehen in Friedrichshain ein und alarmierten die Polizei. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und sollte am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 1,43 Promille gemessen. Zeugen berichteten, dass der Täter äußerst aggressiv war. Das Opfer blieb unverletzt.

Zahl der Übergriffe verdoppelt

Die Zahl fremdenfeindlicher Übergriffe in Deutschland ist seit der Flüchtlingskrise drastisch gestiegen. Die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. 1610 Vorfälle wurden hier gezählt.

Noch höher ist die Zahl, wenn man alle Taten erfasst, die allgemein im Zusammenhang mit Fremdenhass stehen und meist rechtsmotiviert sind: 3625 Delikte wurden 2015 begangen, auch hier hat sie Zahl im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt.

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