Huffpost Germany

Autistischer Junge liest Heimhunden vor, um sie an Menschen zu gewöhnen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Ein Junge (und Hundeliebhaber) versüßt das Leben einiger geretteter Hündchen.

Jacob Tumalan, ein 6-Jähriger mit Autismus, liest Hunden im Carson-Tierheim in Gardena, Kalifornien, jede Woche vor. Dies geschieht im Rahmen der Gruppe “Rescue Readers” (zu deutsch: Rettungsleser)”, berichtet ABC News.

Der Junge ist bereits seit sechs Monaten Teil der Gruppe. Er soll den Hunden helfen, sich an Menschen zu gewöhnen, damit die Hündchen das perfekte Zuhause finden können.

“Sie brauchen ein neues Zuhause, weil sie alleine sind”

“Wenn ich den Hunden vorlese, kommen sie aus ihren Käfigen und können ein neues Zuhause finden”, erklärt Jacob seine wohltätige Arbeit NBC News. “Sie brauchen ein neues Zuhause, weil sie alleine sind.”

Laut ABC News besucht er die Hunde donnerstags nach der Schule. Gewöhnlich breitet er seine Matte vor den Hundekäfigen aus und beginnt vorzulesen. Jacobs Arbeit scheint sich durchaus positiv auf die Tiere auszuwirken.

Ein Hund namens Pirate, den Jacob besonders ins Herz geschlossen hat, hatte Probleme mit Katzen, so KTVU. Als der Junge von der Angst des Hundes erfuhr, wählte er ein Buch, das von Katzen handelt, um dem Hund daraus vorzulesen.

Aaron Reyes, der stellvertretende Leiter der Los-Angeles-Abteilung für Tierpflege und -kontrolle, erzählte dem Sender, dass der Hund sich beruhigt und ganz zahm wird, wenn Jacob seinem Job nachkommt.

"Er bleibt mit seiner Aufmerksamkeit immer bei den Hunden"

Die Tiere sind nicht die einzigen, die von Jacobs Geschichten profitieren. Die Lesefertigkeiten des Jungen haben sich merklich verbessert und er liest nun auf Niveau eines Drittklässlers. Und obwohl Jacob sich oft unwohl fühlt, wenn laute Geräusche ihn umgeben, sagt seine Mutter, dass das Vorlesen ihn beruhigt und auf die Hunde fokussiert.

“Mein Sohn hatte immer schon ein großes Problem, mit Lärm umzugehen”, erzählt Katie Tumalan den ABC News. “Wenn er dort ist, sieht er sehr konzentriert aus und kann vieles davon ausblenden. Manchmal hält er sich die Ohren zu, aber er bleibt mit seiner Aufmerksamkeit immer bei den Hunden, während er aus den Büchern vorliest, was ich ziemlich toll finde.“

Dieser Text erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Virginia Hartmann aus dem Englischen übersetzt.

Auch auf HuffPost:

Mutter kann nicht glauben, was sie im schwarz verfärbten Knie ihres Sohnes findet

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.