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Blackberry-Schicksal: Branchen-Experte sagt Apples Untergang voraus

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DAS KONZEPT VON APPLECHEF TIM COOK STEHT INFRAGE
Hat Apple-Chef Tim Cook das richtige Konzept für die Zukunft? | Robert Galbraith / Reuters
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  • Branchen-Analyst Marco Arment stellt infrage, ob Apple für die Zukunft gewappnet ist
  • Er hält eine ähnliche Entwicklung wie die von Blackberry für möglich
  • In Sachen Innovation hätten Google, Facebook und Amazon die Nase vorn

Muss Apple um seine Zukunft fürchten? Mit einem Blogeintrag sorgt der Branchenkenner und Tumblr-Mitbegründer Marco Arment für Diskussionen in der Tech-Industrie.

Ein Niedergang wie der von Blackberry?

Grund für die Aufregung ist ein gewagter Vergleich: Arment behauptet, dass Apple unter gewissen Umständen das gleiche Schicksal ereilen könnte wie den ehemaligen Smartphone-Marktführer Blackberry. Das ist vor allem deshalb brisant, weil es die Veröffentlichung des iPhones anno 2007 war, die den Untergang von Blackberry einläutete.

Denn mit Apples Smartphone änderte sich alles: Von Handys wird seitdem viel mehr erwartet als Funktionen zum Telefonieren oder zum Verschicken von Kurznachrichten und E-Mails. Genau diese Bereiche hatte das Unternehmen, das damals noch Research in Motion hieß, mit dem Blackberry optimiert.

Doch dank Touchscreen-Bedienung, zukunftsweisendem Design und vor allem dem app-basierten Betriebssystem mit innovativer Benutzeroberfläche setzte sich das iPhone durch. Das Blackberry konnte weder mithalten noch schnell genug nachziehen. Der Börsenwert des Unternehmens sank von Höchstwerten um die 100 Milliarden Dollar bis heute auf etwa 3,5 Milliarden Dollar.

Wer hat auf das richtige Pferd gesetzt?

Was hat das aber mit der heutigen Situation von Apple zu tun? Arments Einschätzung zufolge könnte der Branche eine ähnliche technische Revolution bevorstehen. Die Frage ist dann, wer auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Während Amazon, Facebook und Google massiv in Technologien wie Künstliche Intelligenz, persönliche Assistenten und Sprachsteuerung investieren, konzentriere sich der zurzeit wertvollste Konzern der Welt laut Arment auf die nächste und übernächste Generation des iPhones.

Ein uneinholbarer Vorsprung?

Das könnte sich genau dann rächen, wenn sich die Innovationen der Konkurrenz auf dem Markt durchsetzen. Analyst Arment bezweifelt nämlich, dass Apple den Vorsprung von Amazon, Facebook und insbesondere Google in Bereichen wie Big Data schnell genug aufholen könnte. Schon heute hat der Konzern mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen.

Zwar kann niemand – auch nicht Marco Arment – die Zukunft vorhersagen, aber er zeichnet in seiner Analyse ein plausibles und durchaus realistisches Szenario, in dem Apple tatsächlich wie Blackberry enden könnte.

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