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AfD-Spitze trifft mit Zentralrat der Muslime zusammen

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PETRY ZENTRALRAT
AfD-Spitze trifft mit Zentralrat der Muslime zusammen | dpa
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  • Heute findet das Gespräch zwischen führenden AfD-Politikern und dem Zentralrat der Muslime statt
  • Die rechtspopulistische Partei zeigte sich vor dem Treffen gespalten

Heute um 11 Uhr wird die AfD-Spitze mit dem Zentralrat der Muslime in Berlin zusammentreffen. Bei dem Gespräch, an dem AfD-Parteichefin Frauke Petry und der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, teilnehmen, soll es um die Rolle des Islam in Deutschland gehen.

Die AfD hatte bei ihrem Bundesparteitag Ende April ein Parteiprogramm beschlossen, dass den Islam als Teil der deutschen Gesellschaft ablehnt.

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Bereits im Vorfeld wurde parteiintern viel über den Dialog mit dem Muslimenverband diskutiert. Vorstandsmitglied Alice Weidel sagte die Teilnahme etwa kurzfristig ab, nachdem Aiman Mazyek die AfD mit den Nationalsozialisten verglichen hatte.

Meuthen gibt sich gemäßigt

Aus der AfD-Parteispitze sind vor dem Treffen unterschiedliche Stimmen zu vernehmen. Der Co-Vorsitzende der Partei Jörg Meuthen äußerte sich im Gespräch mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland versöhnlich: "Ich bin nicht gegen Moscheen in Deutschland", sagte Meuthen.

"Moscheen gehören dazu. Das sind Orte der Religionsausübung. Wir müssen nur sehr genau hingucken, was dort gepredigt wird.“ Für ihn gelte: "Moslems sollen ihren Glauben leben dürfen, aber friedlich.“

Petry weiter auf Konfrontationskurs

Petry hatte zuvor der "Bild am Sonntag“ gesagt: "Wir sehen wesentliche Errungenschaften der Aufklärung in Gefahr, wenn wir diesen Weg der ungeregelten Migration, verbunden mit dem Import eines religiösen Radikalismus weitergehen.“

Sie äußerte Sorge um die "Existenz der bürgerlichen Grundrechte für die Menschen in Europa“.

An dem Gespräch wird auch AfD-Vize Albrecht Glaser teilnehmen. Glaser kritisierte Mazyeks NS-Vergleich in der "Welt am Sonntag“: "Das war niveaulos und in der Sache völlig ungerechtfertigt. Auf dieser Basis können wir nicht diskutieren.“

Man werde zu Beginn des Gesprächs klären, ob der Zentralratsvorsitzende bei dieser Aussage bleibe. Nur wenn man diese "Barriere überwinde“ könnte ein guter Diskurs zustande kommen.

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hält das für unwahrscheinlich. Es gehe AfD bei den Gesprächen nicht darum, "zwanghaft einen Konsens" zu finden, erklärte er im MDR. Beide Parteien verträten entgegengesetzte Positionen.

Mit Material der dpa

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