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AfD bricht Gespräche mit dem Zentralrat der Muslime ab

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  • Nach nur einer Stunde endete das Gespräch der AfD-Spitze mit dem Zentralrat der Muslime vorzeitig
  • Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry verließ nach knapp einer Stunde den Saal
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Mit einem Eklat hat das mit Spannung erwartete Streitgespräch zwischen dem Zentralrat der Muslime in Deutschland und der AfD geendet.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry verließ nach knapp einer Stunde den Saal in einem Berliner Hotel. Petry sagte, die Vertreter des Zentralrats hätten die Alternative für Deutschland in die Nähe des Dritten Reichs gerückt. Dies sei "inakzeptabel".

Die AfD-Parteispitze wird bald ein Statement zum Ausgang des Treffens abgeben, wie ntv-Journalist Christian Rothenberg berichtet.

An dem Treffen nahmen am Montag unter anderem der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek und Parteichefin Frauke Petry teil. Nach einem höflichen Händeschütteln begann das Gespräch über islamische Glaubensinhalte und die Rechte der Muslime in Deutschland hinter verschlossenen Türen.

Passend zum Thema: Ein Deutschtürke erklärt, warum Muslime die AfD stark gemacht haben

Die Alternative für Deutschland hatte Anfang Mai ein Parteiprogramm verabschiedet, in dem es heißt, "der Islam gehört nicht zu Deutschland".

Daraufhin erklärte der ZMD-Vorsitzende, zum ersten Mal seit dem Ende der Nazi-Herrschaft gebe es in Deutschland eine Partei, "die erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht".

Mazyek wurde von zwei weiteren Vorstandsmitgliedern des Verbandes begleitet. Mit Petry ging der Vorsitzende der niedersächsischen AfD, Paul Hampel, in das Gespräch. Parteivize Albrecht Glaser verspätete sich.

AfD-Vorstandsmitglied Alice Weidel hatte ihre ursprünglich geplante Teilnahme kurzfristig abgesagt. Sie nannte Mazyeks Gesprächsangebot "scheinheilig" und warf ihm vor, er versuche, die deutschen Muslime "in eine vermeintliche Opferrolle zu bringen, was die Gesamtlage verzerrt".


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