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Wahl in Österreich: Hofer sagt, wenn er nicht morgen Präsident werde, dann in vier Jahren

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  • In der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten liegen FPÖ-Mann Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen extrem knapp beieinander
  • Ohne Berücksichtigung der Briefwähler liegt Hofer vorn
  • Die weiteren Entwicklungen vom Montag findet ihr hier

Österreich hat an diesem Sonntag einen neuen Bundespräsidenten gewählt. Die ersten Wahllokale schlossen bereits am Mittag, die letzten um 17 Uhr. Die Rekordzahl an Briefwahlstimmen wird voraussichtlich erst zum späten Montagnachmittag ausgezählt sein.

Zur Wahl standen:

  • Alexander Van der Bellen, 72 Jahre, unterstützt von den Grünen, 21,3 Prozent der Stimmen in der ersten Wahlrunde
  • Norbert Hofer, 45, FPÖ, 35,1 Prozent der Stimmen in der ersten Wahlrunde

Alle Infos im NEWS-BLOG:

22.56 Uhr: Dem österreichischen Innenministerium ist eine Panne passiert. Seit Mittag kursiert im Internet der Link zu einer Seite des Ministeriums, auf der die Ergebnisse der Wahl samt Briefwahl ausgewiesen werden. Dabei sollen die Stimmen erst am Montag gezählt werden. Was passiert ist? Weiß der Sprecher des Ministeriums angeblich nicht, wie er auf HuffPost-Anfrage sagte.

22.08 Uhr: AfD-Chefin Frauke Petry ist auch auf der Wahlparty der FPÖ.

Hofer will Präsident werden - auf jeden Fall

21.26 Uhr: Hofer sagte auf der Wahlparty in Wien, entweder werde er morgen Staatsoberhaupt. Oder sein Kollege Heinz-Christian Strache werde in zwei Jahren Kanzler - und er selbst dann eben in vier Jahren Präsident. Das Statement auf Facebook bei HuffPost Live:

19.53 Uhr: FPÖ-Kandidat Hofer zu dem Umstand, dass die Entscheidung von der Auszählung der Briefwahlstimmen am Montag abhängt: "Das hat sich niemand von uns gewünscht. Wir wollten beide gut schlafen."

19.10 Uhr: Das österreichische Innenministerium hat das vorläufige Endergebnis veröffentlicht. Briefwahlstimmen sind darin noch nicht enthalten. Hofer kommt auf 51,9 Prozent, Van der Bellen auf 48,1 Prozent.

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19.07 Uhr: Der Wahlkampfmanager Van der Bellens, Lothar Lockl, sagte dem "Standard", die Wahl sei wie ein Fußballspiel, das nicht nur in die Verlängerung gegangen sei, sondern bei dem auch noch das Elfmeterschießen anstehe.

18.58 Uhr: Das ORF, das sich auf eine Hochrechnung des Instituts SOFRA stützt und Briefwähler in die Schätzung mit aufgenommen hat, liegen beide Kandidaten bei exakt 50 Prozent. Da die Schwankungsbreite bei plus/minus 0,7 Prozent. Es ist also alles offen.

18.55 Uhr: Jetzt sind fast alle Stimmen ausgezählt. Und trotzdem ist noch nichts entschieden. Weil die Wahlkarten, also die Briefwähler, noch fehlen. Wir werden also bis morgen warten müssen, bis es Gewissheit gibt.

18.32 Uhr: Hofer ist jetzt vor die Presse getreten:

18.03 Uhr: Hofer und Van der Bellen liegen jetzt gleichauf

18.02 Uhr: Zahlen-Gewirr: In österreichischen Medien kursieren derzeit unterschiedliche Schätzungen. Der öffentlich-rechtliche Sender ORF bezieht seine Zahlen unter anderem von SORA. Die Wählerstromanalyse des Institutes galt bei vorangegangenen Wahlen allerdings "als größter Verlierer" - weil sie so weit daneben lag.

17.42 Uhr: Österreicher, die sich für ihr Land schämen würden, wenn Hofer Präsident würde, waren heute den Tag über reichlich angespannt. Eben war bei einigen endlich ein kleines Lächeln zu sehen.

17.36 Uhr: In der aktuellsten Hochrechnung liegt nun Van der Bellen vorn, mit 50,1 Prozent. Das berichtet die Seite "oe24.at". Darin enthalten sind die Auswertungen der ersten Wiener Sprengel.

Van der Bellen liegt in Salzburg offenbar vorn

17.35 Uhr: Der "Standard" meldet: Van der Bellen liegt in Salzburg vor Hofer

17.32 Uhr: In den kommenden Minuten werden die ersten Ergebnisse aus der Hauptstadt Wien erwartet.

17.30 Uhr: Die Spannung wird bleiben!

17.23 Uhr: Das ORF meldet neue Zahlen: Hofer kommt darin 0,1 Prozentpunkte schlechter weg, er liegt bei 50,1 Prozent, Van der Bellen bei 49,9 Prozent. Man sieht: Es ist "oarschknapp", wie es ein ORF-Moderator angesichts der ersten Schätzung formulierte.

Klar ist: Es ist gar nichts klar in Österreich

17.18 Uhr: Noch ist nicht klar, wer die Wahl tatsächlich gewonnen hat. Beobachter weisen darauf hin, dass noch lange nicht alle Stimmen ausgezählt sind. Bislang dürften vor allem Stimmen aus den kleineren Gemeinden fertig gezählt sein, wo Hofer bessere Karten hat. Van der Bellen dürfte in den Städten und unter den Briefwählern - so viele gab es noch nie - besser stehen.

17.11 Uhr: So reagieren Van-der-Bellen-Fans, als die erste Hochrechnung bekannt gegeben wird:

17.08 Uhr: Der Wahlkampfleiter der FPÖ behauptet, es gebe Hochrechnungen, in denen die FPÖ weiter vorne liege. Der ORF halte sie zurück.

Hofer und Van der Bellen trennen derzeit keine 40.000 Stimmen

17.05 Uhr: Laut ORF sind bislang 57 Prozent der Stimmen ausgezählt.

17.04 Uhr: 36.000 Stimmen sollen Hofer und Van der Bellen trennen.

Rechtspopulist Hofer nach erster Hochrechnung neuer Präsident

17.02 Uhr: Der Rechtspopulist Norbert Hofer hat nach ersten Hochrechnungen die Bundespräsidentenwahl in Österreich äußerst knapp gewonnen. Der 45-jährige Kandidat der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) kommt laut einer Hochrechnung des ORF vom Sonntag auf rund 50,2 Prozent, der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen auf 49,8 Prozent.

16.56 Uhr: Spannung pur. HuffPost-Reporter Sebastian Christ wartet auf der Wahlparty von Alexander Van der Bellen auf die erste Hochrechnung.

bellen

Hohe Wahlbeteiligung in Österreich

16.51: Die Wahlbeteiligung ist hoch. Hier die neuesten Daten:

16.49 Uhr: Na, dann sind wir ja beruhigt:

16:15 Uhr: Weiß da schon jemand mehr? FPÖ-Kandidat Norbert Hofer postete auf seiner Facebook-Seite ein Foto, dass ihn wohl beim Studieren der ersten Wahlergebnisse zeigt. Seine Einschätzung: "Es wird heute sehr knapp."

15:40 Uhr: Wie das Nachrichtenportal "Oe24" berichtet, hat das österreichische Wirtschaftsmagazin "Wirtschaftsblatt" vorab das Wahlergebnis aus einer kleinen Gemeinde auf Twitter veröffentlicht. Mittlerweile wurde der Tweet jedoch wieder gelöscht, auf der Website "pressefreiheit.at" ist jedoch noch der verpixelte Screenshot des Tweets zu sehen.

Schon 2013 hatte es in Österreich heftige Diskussionen über derartige Vorfälle gegeben. Die Wahlbehörde hatte damals darauf hingewiesen, dass sie keine rechtliche Handhabe dagegen habe.

13 Uhr: In Vorarlberg schließen jetzt bereits die Wahllokale. Die Wahlbeteiligung in Österreichs westlichstem Bundesland lag nach ausgezählten Kommunen bei etwa 56,4 Prozent und stieg im Gegensatz zum ersten Wahlkampf um 5,7 Prozent. Das berichtet die Onlineausgabe der österreichischen Tageszeitung "Kurier" in ihrem Liveticker.

11 Uhr: Der ehemalige Grünen-Bundkessprecher Alexander Van der Bellen kommt zur Stimmabgabe im Amerling-Gymnasium in Wien-Mariahilf. Er gibt sich "vorsichtig optimistisch". In all dem Medienrummel bittet er um einen Moment des Gedenkens an Opfer des Amoklaufs in Nenzing. Dort in der Nacht zum Sonntag ein junger Mann zwei Menschen getötet und viele weitere verletzt.

van der bellen wahl Foto: dpa

10.30 Uhr: FPÖ-Kandidat Norbert Hofer gibt in der neuen Mittelschule in Pinkafeld seine Stimme ab. Wie "Vienna.at" berichtet, erhofft sich Hofer 52 Prozent der Stimmen. Im Fall eines Sieges wolle er aber nicht zu lange feiern - wegen seiner 13-jährigen Tochter. Spätestens Mitternacht wolle er nach Hause fahren.

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Foto: dpa