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Neue Statistik: Flüchtlingskriminalität geht zurück

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FLUECHTLING
Erfreuliche Zahlen vom Präsident des Bundeskriminalamts | Getty Images
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  • Die Zahl der von Flüchtlingen begangenen Straftaten ist im ersten Quartal des Jahres gesunken
  • Auch Auseinandersetzungen in Asylunterkünften haben abgenommen

Seit den Ereignissen aus der Kölner Silvesternacht stehen Flüchtlinge unter Generalverdacht. Die Gegner der hiesigen Willkommenskultur sahen sich in ihrer Meinung bestätigt, Migration führe zu einer Zunahme der Kriminalität.

Die Realität ist allerdings eine andere: Wie der "Spiegel" berichtet, ist die Zahl der Straftaten, die von Flüchtlingen begangen wurden, im ersten Quartal 2016 zurückgegangen. Dieses neue Statistik wurde während einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags präsentiert. Dort hatte Hans Münch, der Präsident des Bundeskriminalamts den Parlamentariern die Zahlen vorgelegt.

Nordafrikaner begehen häufiger Straftaten

Der Rückgang der Kriminalitätszahlen hängt auch mit dem Zurückgehen der Flüchtlingszahlen in Deutschland zusammen. Da es in den Unterkünften weniger Platznot gebe, sind - laut Münch - auch die tätlichen Auseinandersetzungen unter Migranten zurückgegangen.

Nach Informationen des Sicherheitsexperten begehen Migranten aus Nordafrika auffällig häufig Straftaten, vor allem Eigentumsdelikte. Syrer, Iraker und Afghanen seien hingegen unterdurchschnittlich häufig unter den Tatverdächtigen.

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

(lp)