Huffpost Germany

Neue Gerüchte um SPD-Geheimplan: Mit diesem radikalen Manöver soll Gabriel doch noch Kanzler werden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Wer wird Kanzlerkandidat der SPD?
  • Laut einem Bericht der "Zeit" will Gabriel als Wirtschaftsminister und Vizekanzler zurücktreten und die Kandidatur übernehmen
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Wer wird Kanzlerkandidat der SPD?


Kaum eine Frage beschäftigt die Sozialdemokraten derzeit so sehr wie diese.
Und so kommen fast im Wochentakt neue Planspiele an die Öffentlichkeit.

Parteichef Sigmar Gabriel brachte kürzlich einen Mitgliederentscheid ins Spiel - aber glaubt man einem “Zeit”-Bericht, ist schon längst klar, wer es werden soll: Gabriel selbst.

Das Planspiel, das die Wochenzeitung beschreibt, geht so: Gabriel arbeite seit Jahresbeginn an einer Strategie für seine Kandidatur.

Gabriel soll sich freilaufen für 2017

Anfang 2017 werde er als Wirtschaftsminister und Vizekanzler zurücktreten, um sich freizulaufen für den Kampf gegen Merkel.

Man wolle nicht den Fehler von Frank-Walter Steinmeier begehen, der 2009 nicht glaubwürdig von der Rolle des Außenministers in die des Kanzlerkandidaten wechseln konnte.

Die “Zeit” beruft sich dafür auf zwei Mitglieder aus dem inneren Parteizirkel, die ihren Namen nicht in der Presse lesen wollten.

Dennoch sieht die “Zeit” bereits erste Indizien: Gabriels Pressesprecher Tobias Dünow ist kürzlich aus dem Wirtschaftsministerium in die SPD-Zentrale gewechselt.

Für den Plan spricht, dass Gabriel im Moment tatsächlich der einzige Kandidat in der SPD zu sein scheint, der sich offen mit der Kanzlerkandidatur auseinandersetzt. Und sollte es Gabriel werden, ist ein Rückzug aus der Regierung durchaus klug.

Überraschend ist der Plan aber allemal. Warum aber brachte dann Gabriel selbst den Mitgliederentscheid ins Spiel? Um sich den Rückhalt der Basis einzuholen? Gabriel hat als Parteichef das Vorzugsrecht auf die Kandidatur, das Kasperletheater könnte er sich dann auch sparen.

Nicht das erste Gerücht um die Kanzlerkandidatur

Dagegen spricht auch, dass Gabriel nicht sonderlich populär ist - nur jeder dritte Deutsche hält ihn für den besten Kanzlerkandidaten der SPD. Weitaus mehr sprechen für Frank-Walter Steinmeier aus.

Wie wichtig die Popularität des Kandidaten ist, zeigten die Landtagswahlen im März. Die Sozialdemokraten wissen: Den Ministerpräsidenten-Posten in Rheinland-Pfalz konnte sich die Partei nur sichern, weil Malu Dreyer so beliebt ist. In Baden-Württemberg wurden die Grünen dank der Popularität ihres Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann sogar stärkste Partei und überholte die CDU.

Außerdem ist das Planspiel der “Zeit” nicht das erste Gerücht über den nächsten möglichen Kanzlerkandidaten der SPD.

Erst vor einer Woche wagte sich der ehemalige “Focus”-Chefredakteur Helmut Markwort mit dem als sicher geglaubten Plan in die Öffentlichkeit, dass Martin Schulz Kanzlerkandidat und Olaf Scholz Parteichef werden würde.

Das hätte ihm ein einflussreicher Sozialdemokrat anvertraut. Weitaus mehr einflussreiche Sozialdemokraten distanzierten sich aber von diesem Plan.

Von den Gängen im Bundestag ist das Gerücht aber noch nicht verschwunden. Schulz ist extrem populär in der Partei. Seine starken Wortmeldungen zur Flüchtlingskrise und Erdogan aus Brüssel werden ihm hoch angerechnet. Deswegen halten ihn immer noch einige Sozialdemokraten für den besseren Kandidaten.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.