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Flugzeugabsturz: Bisher keiner Trümmer von EgyptAir-Flug gefunden

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MS804
Bisher wurden keine Trümmer von EgyptAir-Flug MS804 gefunden | Christian Hartmann / Reuters
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  • Das Schicksal von EgyptAir-Flug MS804 ist immer noch unklar
  • Eine Meldung, wonach Trümmer gefunden wurden, stellte sich als falsch heraus
  • Nach Angaben des Pentagon gibt es noch keine Hinweise auf eine Explosion

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz über dem Mittelmeer wurden noch keine Wrackteile gefunden. Die Fluglinie EgyptAir korrigierte am Donnerstag nach Einbruch der Nacht eigene Angaben, wonach Trümmer der Maschine gefunden wurden.

Der Vizepräsident von Egyptair, Ahmed Adel, berichtigte die eigenen Angaben. "Was wir gefunden haben, gehört nicht zu unserem Flugzeug", sagte Adel dem US-Fernsehsender CNN. "Die Such- und Rettungsarbeiten gehen weiter."

Zuvor hatte Griechenland Berichte aus Ägypten, wonach Wrackteile nahe der Insel Karpathos geortet worden seien, dementiert.

Pentagon hat keine Hinweise auf eine Explosion

Frankreichs Präsident François Hollande sprach von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds - keine Schlussfolgerung sei auszuschließen.

Ägyptens Regierung hielt einen Terroranschlag für plausibler als ein Unglück. Die Umstände wiesen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags wesentlich höher sei als ein technischer Fehler, sagte Luftfahrtminister Scherif Fathi am Nachmittag.

Nach dem Absturz hat das US-Verteidigungsministerium derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges. Es gebe zu diesem Zeitpunkt keine Erkenntnisse, die darauf hindeuteten, sagte eine Vertreterin des Pentagons auf Anfrage. Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen, fügte sie hinzu.

Die Suche nach dem im Mittelmeer abgestürzten Egyptair-Flugzeug ist am Freitagmorgen fortgesetzt worden. Mit dem ersten Tageslicht starteten erneut griechische Flugzeuge in Kreta und suchten im Meer rund 200 Seemeilen südlich der Insel Karpathos und rund 100 Seemeilen vor der ägyptischen Küste. Auch eine griechische Fregatte nehme an der Aktion teil, berichtete das griechische Staatsradio.

Das Flugzeug war etwa zehn bis fünfzehn Seemeilen im ägyptischen Luftraum in einer Höhe von 37.000 Fuß (knapp 11.300 Meter) ins Trudeln geraten. Einen Notruf setzten die Piloten nicht mehr ab.

Mit Material der dpa

(jkl)

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