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Londons Ex-Bürgermeister nennt Erdogan "grandiosen W...."

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  • Ein Autor der britischen Zeitung "Spectator" schrieb einen Schmähgedicht-Wettbewerb gegen Erdogan aus
  • Mit der Aktion wollte er Kanzlerin Merkels Erlassung kritisieren
  • Durch seinen prominenten Gewinner diskutieren die Briten aber nun aus einem ganz anderen Grund über den Wettbewerb
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Der britische Autor Douglas Murray ärgerte sich über das Verhalten der Bundesregierung während des Satire-Skandals.

Der Schreiber der konservativen Zeitung "The Spectator" verfolgte kopfschüttelnd, wie das Kanzleramt einem Antrag zu Strafverfolgung des Satirikers Jan Böhmermann stattgab.

Er zeigt seine Solidarität mit Böhmermann auf seine Weise. Als "frei geborener britischer Mann", der nicht "unter den Blasphemiegesetzen" von autoritären Herrschern wie Erdogan lebe, habe er "zu Ehren des in Deutschland vermissten Komikers" an einem Wochenende beleidigende Gedichte über den türkischen Präsidenten geschrieben.

"So schmutzig und beleidigend wie möglich"

Er lud alle Leser ein, es ihm gleich zu tun. Ziel sei es, "so schmutzig und beleidigend wie möglich" zu sein.

Nachdem ein Leser von diesem Aufruf erfahren hatte, lobte er einen Preis von 1000 Pfund für den am schärfsten beleidigenden Limerick aus - und so mutierte der Blogeintrag zu einem Wettbewerb.

Nun steht der Gewinner fest - es ist der ehemalige Bürgermeister von London, Boris Johnson. Sinngemäß sagt sein Reim, dass der türkische Präsident ein Bedürfnis zur Masturbation mit der Hilfe einer Ziege überwunden habe.

"There was a young fellow from Ankara

Who was a terrific wankerer.

'Till he sowed his wild oats

With the help of a goat"

Johnson ist kein Unbekannter. Der Konservative ist einer der größten Fürsprecher für einen Austritt Großbritanniens aus der EU, über den am 23. Juni abgestimmt wird.

Johnson verglich die EU mit dem Dritten Reich

Erst am Wochenende fiel er auf, als er die EU mit dem Dritten Reich verglich. Johnson hatte erklärt, in 2000 Jahren europäischer Geschichte habe es immer wieder Versuche gegeben, den Kontinent zu einen, die allesamt zum Scheitern verurteilt gewesen seien, wie etwa durch Napoleon oder Hitler. Mit ihrem Streben nach einem solchen Superstaat verfolge auch die EU ähnliche Ziele, sagte Johnson.

Nicht sicher ist allerdings, dass bei diesem Reim-Wettbewerb alles mit rechten Dingen zuging. Johnson ist nämlich auch einer der früheren Chefredakteure des "Spectator".

(jkl)

Mit Material der dpa

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