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Deutschland – Russland im Live-Stream: Viertelfinale der Eishockey-WM ab 19.15 Uhr

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  • WM-Viertelfinale Deutschland gegen Russland ab 19.15 Uhr im Live-Stream
  • Sport1 zeigt das Spiel im TV und online
  • Im Video seht ihr: So könnt ihr die Spiele auf Sport1 live streamen

Deutschland - Russland im Live-Stream: Im Viertelfinale der Eishockey-WM müssen die Deutschen gegen den Gastgeber aufs Eis. Das Spiel in St.Petersburg beginnt um 19.15 Uhr deutscher Zeit.

Das Team von Trainer Marco Sturm steht zum ersten Mal seit 2011 im Viertelfinale. 22 Tore und vier Siege in der Vorrunde ebneten den Weg für das heutige Duell.

Deutschland – Russland im Live-Stream

Sport1 zeigt das das dritte der vier Viertelfinal-Spiele live im TV und online im Live-Stream. Von der vierten Partie – Kanada vs Schweden – gibt es um 23 Uhr eine Zusammenfassung.

Auf Sport1.de oder auch in der App von TV Spielfilm, einem Kooperationspartner der Huffington Post, können Fans die Konferenzschaltung auch kostenlos im Live-Stream sehen.

Weitere Möglichkeiten, die Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland zu streamen, gibt es hier.

Die Viertelfinal-Partien im Überblick:

Dienstag, 19. Mai 2016 – 15.15 Uhr

Tschechien – USA 1:1
Finnland – Dänemark 2:0

Mittwoch, 19. Mai – 19.15 Uhr

Russland – Deutschland
Kanada – Schweden

Russland: So tickt der Gegner

Russland hat nicht nur den Heimvorteil, sonder ist auch Rekordweltmeister. 27 mal haben die Russen bereits gewonnen, auch diesmal sind sie der Topfavorit. Außerdem ist die Mannschaft nur mit Stars besetzt. Der Superstar des Teams ist Alexander Owetschkin.

Nach einem 0:3 im ersten Vorrundenspiel gewannen die Russen alle folgenden sechs Partien. Zum Abschluss demonstrierten sie beim 4:1 gegen Schweden mit mächtig Offensivwirbel ihre Klasse. "Da haben die Russen ein Feuerwerk abgerufen", sagte DEL-Toptorjäger Patrick Reimer. Der Gastgeber steht unter Druck, es zählt nur der Titel.

Auf die Deutschen wartet also eine ganz harte Nuss. Ist diese überhaupt zu knacken? Für das Weiterkommen bräuchte es auf jeden Fall ein Wunder, denn Deutschland ist der klare Außenseiter – das belegen auch die Zahlen.

Von 36 WM-Duellen hat die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes nur eines gewonnen: 2011 in der Vorrunde in Bratislava mit 2:0.

Das bislang letzte WM-Duell vor zwei Jahren in Minsk endete mit 3:0 für die Russen. Die höchste Niederlage war ein 2:18 im Jahr 1973. Die Torbilanz insgesamt lautet 44:257.

5 Gründe, weshalb das deutsche Team es schaffen kann

Erstmals seit fünf Jahren gehört die deutsche Auswahl wieder zu den acht besten Teams. "Wenn man da keinen Bock hat, dann weiß ich auch nicht", sagte Nationalspieler Korbinian Holzer auf die Frage, wie die Stimmung vor dem Spiel gegen Russland ist.

Die deutsche Auswahl ist also hochmotiviert – und darum könnte es das Team packen:

  • Der Kader: Das WM-Personal gilt als das beste deutsche seit langem. Unter Vorgänger Pat Cortina sagten noch mehr als 20 Spieler ab, unter dem jetzigen Bundestrainer Marco Sturm waren es deutlich weniger. Fünf NHL-Profis kamen zur WM: Torhüter Thomas Greiss, die Verteidiger Christian Ehrhoff und Korbinian Holzer, die Stürmer Leon Draisaitl und Tobias Rieder. Rieder zählt zwar inzwischen ebenso zu den Verletzten wie Felix Schütz. Trotzdem sagt der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl: "Die Mannschaft hat Riesenpotenzial."
  • Der Trainer: Heißt erst seit vergangenem Juli Marco Sturm. Erfahrung als Trainer hatte er vorher keine, seine Referenz als deutscher NHL-Rekordspieler hilft ihm aber enorm. Sein Name lockt die Profis zum Nationalteam. Gerade in den USA ist der frühere Stürmer-Star bestens vernetzt. Zudem scheint sein Draht zu den Spielern bestens. «Wir wissen genau, was er von uns will», sagt Eisbären-Verteidiger Constantin Braun. Reindl lobt: "Marco sorgt dafür, dass die Spieler da sind. Wenn es nicht so läuft, macht er Umstellungen."
  • Die Effizienz: 22 Tore schossen Patrick Reimer, Patrick Hager und Co. in den sieben Vorrundenspielen. 2015 waren es nach der Gruppenphase nur die Hälfte. In der Abschlusseffektivität liegt die deutsche Auswahl vor Russland auf Rang drei. "Wir haben im Laufe des Turniers unsere Chancen besser verwertet, das macht es einfacher", sagt NHL-Verteidiger Ehrhoff.
  • Das Schlüsselspiel: Spiel drei gegen die Slowakei. Eine knappe Niederlage gegen Frankreich und eine Lehrstunde gegen Finnland bedeuteten einen ernüchternden Auftakt. Gegen den Weltmeister von 2002 stand die Mannschaft unter Druck, bog dann ein 0:1 in ein 5:1 um. "Das war der wirkliche Test, ob es nach oben oder unten geht", sagt Reindl. Sturm erklärt: "Es hat mich positiv überrascht, dass wir im dritten Spiel noch mal mehr eine Einheit geworden sind, noch mal enger zusammengerückt sind. Das war klasse."
  • Der Torhüter: Zu Beginn sah ausgerechnet diese für Deutschland eminent wichtige Position nach einer Schwachstelle aus. Timo Pielmeier, Felix Brückmann und Mathias Niederberger sind Top-Torhüter der Deutschen Eishockey Liga, aber haben wenig internationale Erfahrung. Mitten in der Vorrunde kam dann Thomas Greiss von den New York Islanders nach einer überragenden Saison in der NHL hinzu. Ein ums andere Mal rettete er seitdem das Team.

Und die letzten Worte hat bekanntlich der Coach: "Wir sind hier, um zu gewinnen", sagte Bundestrainer Marco Sturm.

Mit dem Halbfinale würde es am Samstag weitergehen. Sonntag sind das Spiel um Platz drei und das Finale angesetzt.

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