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Bayer will Monsanto kaufen: Chemieriesen verhandeln über Übernahme

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BAYER
Ina Fassbender / Reuters
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  • Der deutsche Chemie-Konzern Bayer will den amerikanischen Saatgut-Spezialisten Monsanto übernehmen
  • Es gab Gespräche über eine einvernehmliche Übernahme

Es wäre ein Wahnsinns-Deal: Der deutsche Chemieriese Bayer lotet eine Übernahme des amerikanischen Saatgut-Spezialisten Monsanto aus. Damit will der deutsche Chemiekonzern sein Agrargeschäft stärken. Der Deal würde ein globales Schwergewicht in dem Markt schaffen.

Vertreter von Bayer hätten sich kürzlich mit Mitgliedern der Monsanto-Geschäftsführung getroffen, um vertraulich über eine einvernehmliche Übernahme zu sprechen, teilte Bayer am Donnerstagmorgen mit.

Monsanto ist in Turbulenzen geraten

Monsanto war an der Börse zuletzt rund 42 Milliarden Dollar wert. Der Kurs schwankte in den vergangenen Tagen, nachdem es bereits vor einer Woche erste Berichte über ein Interesse von Bayer gegeben hatte.

Mit Monsanto würde das Agrargeschäft eine viel größere Rolle spielen. Der US-Konzern erlöst im Jahr rund 15 Milliarden Dollar mit Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Bayer kam im vergangenen Jahr insgesamt auf einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro.
Monsanto geht gerade durch einige Turbulenzen. Der Konzern kappte jüngst die Gewinnprognose für dieses Jahr und befindet sich in einem Stellenabbau.

Übernahme würden 28 Prozent Marktanteil bedeuten

Das "Wall Street Journal“, das in der Nacht zunächst über die Gespräche berichtet hatte, schrieb unter Berufung auf Zahlen der Bank Morgan Stanley, gemeinsam würden die Unternehmen gut ein Viertel (28 Prozent) der weltweit verkauften Pflanzenschutzmittel absetzen.

Sehr stark wären sie auch im US-Geschäft mit Getreide- und Soja-Samen. Für ein Zusammengehen spricht, dass Monsanto in den USA stärker aufgestellt ist, Bayer in Europa und Asien. Das könnte den Unternehmen auch bessere Karten bei den Wettbewerbshütern bescheren.

Monsanto hatte im vergangenen Jahr versucht, den Schweizer Konkurrenten Syngenta zu übernehmen, der schließlich an Chinesen ging.


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