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9 Dinge, die deine Karriere zerstören

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Courtney Keating via Getty Images
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Es gibt so viele Dinge, die die Karriere von hart arbeitenden Menschen töten können. Manche Fehler haben oft schonungslose Folgen.

Wir hören in der Regel nur von solch extremen Beispielen, wie der Yelp-Mitarbeiterin Talia Jane, die zur Internet-Sensation wurde, weil sie in einem Post die schlechte Bezahlung der Firma und deren CEO kritisiert. Es überrascht wohl niemanden, dass sie sich danach einen anderen Job suchen musste.

Die meisten Menschen gehen nicht wie Talia Jane auf solch dramatische Weise zu Grunde. Sie zerstören ihre Karrieren mit viel subtileren, weniger dramatischeren Dingen. Und es ist eine Schande, denn es passiert die ganze Zeit.

Eine aktuelle Umfrage von VitalSmarts fand heraus, dass 83 Prozent der Menschen einen Fehler machten, der katastrophale Folgen für die Karriere, den Ruf oder das Geschäft hatte. Und 69 Prozent haben zugegeben, dass sie selbst etwas getan haben, das ihre Karriere beschädigt hat:

- 31 Prozent sagten, dass sie durch den Fehler eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung verloren haben, manche sogar ihren Job.

- 27 Prozent sagten, dass sie dadurch eine Arbeitsbeziehung geschädigt haben.

- 11 Prozent sagten, dass sie ihren Ruf zerstört haben.

Diese Zahlen zeigen, wie schnell man seine eigene Karriere zerstört, wenn man nicht aufpasst. Es muss dabei nicht unbedingt ein einziger Fehler sein. Auch kleine Dinge können sich im Laufe der Zeit summieren und deine Karriere untergraben, genauso wie eine große Fehleinschätzung. Die gute Nachricht ist: Wenn du die großen Karrierefallen kennst, kannst du bewusst dagegen steuern.

9 Dinge, die deine Karriere zerstören:

Zu viel versprechen und zu wenig liefern

Es ist verlockend, deinen Kollegen und Kunden den Himmel auf Erden zu versprechen, vor allem wenn du selbst daran glaubst, dass du das Unmögliche wahr machen kannst. Doch das Problem ist, dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich zusätzlichen Druck zu schaffen und das Risiko einzugehen, dass du am Ende schlecht dastehst.

Wenn du versprichst, einen Job unglaublich schnell zu lösen und die Deadline nur ein bisschen verpasst, denkst du vermutlich immer noch, dass du es ja trotzdem schnell gemacht hast. Aber: In dem Moment, in dem du jemandem etwas versprichst, erwartet er, dass du auch genau das lieferst, was du versprichst. Und nicht weniger.

Du stehst schlecht da, wenn du nicht rechtzeitig fertig bist. Das ist sehr ärgerlich, denn du würdest Applaus für deine Arbeit bekommen, wenn du von Anfang an eine realistische Zeitplanung gehabt hättest. Das ist eine dieser Situationen, in der die Wahrnehmung mehr wert ist als die Realität.

Unterschreite deine Ziele nicht. Sei realistisch bezüglich der Ergebnisse, die du liefern kannst. Geh sicher, dass du die Erwartungen erfüllst.

Selbstzufriedenheit

Wie lange ist es her, dass du eine neue Fertigkeit erlernt, Ihre Netzwerk-Kontakte gepflegt oder sogar deinen Lebenslauf aufpoliert hast? Wenn du dich nicht erinnern kannst, bist du vielleicht ein bisschen selbstgefällig geworden. Und Selbstzufriedenheit ist ein echter Karrierekiller.

Das passiert, wenn du gerade voll in Fahrt bist und davon ausgehst, dass sich nichts ändern wird. Aber es gab in den letzten Jahren genügend Störfaktoren - technologische oder anderer Art - die uns gezeigt haben, dass Veränderung unausweichlich ist.

Wenn du immer zu beschäftigt bist, etwas Neues zu lernen oder dein Netzwerk zu erweitern, hast du deine Prioritäten durcheinander gebracht. Wenn du jedoch kontinuierliches Wachstum und Entwicklung zu deiner Priorität machst, bist du für alles bereit, was auf dich zukommt.

Angst vor Veränderung

Angst vor Veränderung ist der böse Zwilling der Selbstzufriedenheit. Sie arbeitet aktiv dagegen, Dinge so zu lassen, wie sie sind. Ich bin mir sicher, dass du mindestens einmal eine Situation erlebt hast, in der jemand die gefürchteten Worte "aber wir haben das immer so gemacht" gesagt hat.

Die Dinge ändern sich in diesen Tagen zu schnell, um am Status quo festzuhalten. Zudem wären die Kosten dafür sehr hoch. In einer Umfrage gaben 91 Prozent der Befragten zu, dass die erfolgreichsten Mitarbeiter diejenigen sind, die sich an veränderte Arbeitsbedingungen anpassen können.

Veränderung ist ein ständiger Teil unseres Lebens, sowohl persönlich, als auch beruflich. Es spielt keine Rolle, ob du Dinge ändern willst oder lieber den alten Weg bevorzugst. Du musst die ständige Veränderung nicht lieben lernen. Aber höre mit dem Widerstand auf und lerne dich anzupassen.

Ein aufgeblasenes Ego

Hast du jemals mit jemandem zusammen gearbeitet, der eine Reihe von Erfolgen hatte und dachte, dass er die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat? Erfolg ist großartig. Er steigert deine Karriere. Und das fühlt sich wirklich, wirklich gut an.

Doch die Probleme beginnen, wenn Ihnen der Erfolg zu Kopf steigt. Du denkst, der Erfolg wird ewig andauern. Und du glaubst, dass du einen Anspruch darauf hast. Sei niemals zufrieden. Und ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus. Sobald du denkst, dass du der Größte bist, ist der Erfolg zum Scheitern verurteilt.

Das große Bild aus den Augen verlieren

Es kann schnell passieren, dass du sehr viel arbeitest und dabei nicht mehr sehst, was sich unmittelbar vor dir befindet. Du verlierst das große Bild aus den Augen. Aber intelligente Menschen lernen, wie das nicht passiert und zwar, indem sie ihre Prioritäten täglich neu setzen und ihr Ziel vor Augen haben.

Es ist nicht so, dass sich diese Menschen nicht mehr um die kleinen Dinge kümmern. Aber sie haben die nötige Disziplin und verlieren den Kurs nicht aus den Augen. Im Leben geht es immer um das große Ganze. Wenn du den Blick dafür verlierst, leidet die Karriere.

Negativität

Wenn du schlecht gelaunt bist oder alles negativ siehst, kann diese Stimmung auf andere überspringen, auch wenn du das überhaupt nicht willst. Du wurdest eingestellt, um deinem Chef und deinem Team die Arbeit leichter und nicht schwerer zu machen.

Menschen, die schlechte Stimmung in der Abteilung verbreiten und sich über die Arbeit oder andere Mitarbeiter beschweren, vergiften das ganze Arbeitsklima. Wenn die Menschen um dich herum immer auf Zehenspitzen gehen müssen, um die Bombe nicht zum Platzen zu bringen, wirst du bald alleine dastehen.

Niedrige emotionale Intelligenz (EQ)

Jeder weiß, dass du gefeuert werden kannst, wenn du nicht fähig bist, mit Kollegen auf höfliche und nette Weise zu kommunizieren. Aber viele Menschen haben ein schlechtes Pokerface. Wenn jeder sofort weiß, wann du gelangweilt oder irritiert bist oder denkst, dass Ihr Gegenüber dumm ist, wirst du schnell Probleme bekommen.

Emotionale Ausbrüche, Kollegen klein machen, geringe Aufmerksamkeit gegenüber Mitarbeitern: All das wird deine Karriere zerstören - arbeite an deiner emotionalen Intelligenz.

Beim Chef einschmeicheln

Einige Leute schleimen sich bei ihrem Chef ein und nennen es ..., aber das ist nicht der Fall. Einschleimen hat nichts mit einer echten, respektvollen Beziehung zu tun; das ist hinterhältig.

Sogenannte Arschkriecher versuchen durch den Chef vorwärts zu kommen, indem sie sein/ihr Ego streicheln, anstatt sich den Respekt auf andere Weise zu verdienen. Das kommt bei den Kollegen nicht gut an.

Ja, du willst die Beziehung zu deinem Chef stärken, aber doch nicht, indem du deine Kollegen untergräbst. Das ist der Schlüssel. Für eine gute Chef-Mitarbeiter-Beziehung musst du authentisch sein. Dafür gibt es keinen anderen Weg.

Politik spielen

Es ist ein großer Unterschied, ob man "Politik spielt", indem man eine starke Arbeitsbeziehung zu seinen Kollegen aufbaut oder Konflikte anstiftet, eine bestimmte Seite wählt, Kollegen unterbuttert, Gerüchte verbreitet, und all die anderen Dinge, die unter das Dach "Politik spielen" fallen können.

Wieder kommt es auf Authentizität an. Wenn du feststellst, dass hinter deinem Rücken Spiele gespielt werden, dann halte an deinen Strategien fest und sei stolz, wenn du Probleme direkt mit deinen Kollegen diskutierst.

Dr. Travis Bradberry auf Twitter.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und erschien ursprünglich hier.

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