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Donald Trumps neues Buch zeigt, welche Pläne er in der Außenpolitik hat

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DONALD TRUMP
Irres Pamphlet offenbart: Das plant Donald Trump, wenn er Präsident ist | Lucas Jackson / Reuters
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  • Der US-Präsidentschaftskandidat Trump entwickelt in seinem neuen Buch Pläne für seine Außenpolitik
  • Trump will die schonungslose Aufrüstung
  • Deutschland solle in Zukunft für den Schutz durch die USA zahlen

Donald Trump ist für rechten Populismus weit über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus bekannt. Nun veröffentlicht der republikanische US-Präsidentschaftskandidat ein neues Buch mit dem Titel "Great again! Wie ich Amerika retten werde“.

In dem politischen Pamphlet schießt sich Trump auch auf Deutschland ein. Die "Bild“-Zeitung veröffentlichte Auszüge aus dem irren Machwerk, das am Freitag erscheint.

Demnach schreibt Trump: "Wir verteidigen Deutschland. Wir verteidigen Japan. Wir verteidigen Südkorea. Das sind alles mächtige und wohlhabende Länder. Wir bekommen von ihnen nichts.“ Wenn die USA weiterhin den Weltpolizisten gebe, müssten die genannten Staaten dafür bezahlen.

Trump will das weltweit stärkste Militär

Getreu seinem Wahlslogan "Make America great again“ schreibt der Immobilienmogul: "Es ist an der Zeit, wieder zu gewinnen.“ Dafür entwickelt Trump auf 224 Seiten äußerst vage außenpolitische Konzepte. Sein Heilsrezept: schonungslose Aufrüstung.

"Wir müssen das stärkste Militär der Welt unterhalten, und zwar das mit Abstand stärkste“, fordert der Präsidentschaftskandidat. "Wir müssen Bereitschaft zeigen, unsere wirtschaftliche Stärke dafür zu nutzen, diejenigen Länder zu belohnen, die mit uns arbeiten, und diejenigen zu bestrafen, die es nicht tun.“

Außenpolitikexperten sind entsetzt

Bereits im April hatte Trump internationale Zuhörer und Außenpolitikexperten mit einer Rede zu seinen Plänen und Strategien schockiert. Trump hatte gedroht, die Zusammenarbeit mit Europa und Asien zu beenden – und mit den Mächten China und Russland auf Konfrontation zu gehen.

Ein Großteil der US-Politikexperten – selbst der Fachleute seiner eigenen Partei - misstraut Trump. Auf der amerikanischen Außenpolitik-Plattform "War on the Rocks“ veröffentlichten mehr als 70 republikanische Experten Ende vergangenen Monats einen offenen Brief an den rechten Hardliner: Seine Politik sei "ein Rezept für ein wirtschaftliches Desaster“. Trump dürfe auf keinen Fall Präsident der Vereinigten Staaten werden.

Trump kommt Clinton gefährlich nah

Dieses bedrohliche Szenario wird indes immer wahrscheinlicher. Laut einer NBC-Umfrage vom gestrigen Dienstag liegt Trump nur noch drei Prozentpunkte hinter der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton, die lange Zeit als haushohe Favoritin gegenüber Trump galt.

Auch die in der Vergangenheit von vielen geäußerte Überzeugung, Trump habe in seiner eigenen Partei keinen Rückhalt, scheint zu bröckeln: Mittlerweile steht Trump bei den Republikanern bei 87 Prozent, lediglich 7 Prozent der Konservativen würden Clinton wählen, wenn heute Wahl wäre.

Und Trump bläst weiter zur Attacke: "Jeder hat einen Plan – bis er eines auf die Fresse bekommt“, schreibt er in Anlehnung an ein Zitat des ehemaligen Schwergewichtsboxers Mike Tyson.

Zur Erinnerung: Der ist heute pleite und schlittert von einer persönlichen Misere in die nächste.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(sk)