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Diabetes Typ 2 – eine Zivilisationskrankheit

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HEALTH
Die Symptome von Diabetes Typ 2 können mit einem gesunden Lebensstil gelindert werden. | Sam Edwards via Getty Images
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  • Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes Typ 2.
  • Der Körper produziert dabei zu wenig Insulin.
  • Betroffene können durch eine Umstellung des Lebensstils eine erhebliche Verbesserung erzielen.

Diabetes Typ 2 entwickelt sich immer mehr zur Volkskrankheit, die sich allerdings durch eine gesunde Lebensführung leicht vermeiden lässt.

Das Auftreten des Diabetes Typ 2 nimmt in allen Industrieländern rasant zu. Fettes und zu süßes Essen begünstigen ebenso wie Bewegungsmangel und Übergewicht das Entstehen dieser schweren Erkrankung.

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Jeder 13. in Deutschland leidet dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung zufolge an Diabetes Typ 2, der durch eine mangelnde oder völlig versiegende Insulinproduktion gekennzeichnet ist.

Ohne Insulin ist es dem Körper nicht möglich, die durch Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate zu verwerten und an die Zellen weiterzugeben. Ein Versagen der Betazellen der Bauchspeicheldrüse bewirkt dieses Unvermögen.

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Diabetes Typ 2 - das sind die Warnzeichen

Nach seriösen Expertenschätzungen liegt die Anzahl der bislang nicht erkannten Fälle an Diabetes-Erkrankungen hierzulande zwischen zwei und drei Millionen.

Die Ursache für diese erschreckend hohe Dunkelziffer erklärt sich durch das Fehlen von Symptomen, da Diabetes Typ 2 zumindest im Anfangsstadium keinerlei Beschwerden auslöst.

Doch die heimtückische Krankheit entwickelt unbehandelt nach Jahren schwere Gesundheitsstörungen wie Nieren- und Augenschäden sowie Herzerkrankungen.

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Auch wenn Diabetes Typ 2 zunächst keine Beschwerden verursacht, existieren eindeutige Signale, die auf diese Erkrankung hindeuten. Besonders vermehrter, starker Durst sowie sehr häufig auftretender Harndrang stellen Anzeichen für eine mögliche Erkrankung an Diabetes Typ 2 dar.

Im weiteren Verlauf der Krankheit kommen oft Sehstörungen und ein deutlicher Gewichtsverlust ohne eine Veränderung der Ernährungsweise hinzu.

Ob ein Patient von Diabetes Typ 2 betroffen ist oder nicht, lässt sich unkompliziert mit einer Messung des morgendlichen Nüchternblutspiegels ermitteln: Liegt dieser unter einem Wert von 126 mg/dl, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach keine Diabetes-Erkrankung vor.

Fällt der Blutzuckerwert höher aus, sind weitere Untersuchungen, insbesondere ein Glukose-Toleranztest, geboten.

Sport und gesunde Ernährung - die besten Waffen gegen Diabetes Typ 2

Während bei Diabetes Typ 1 kein Weg am Insulin vorbeiführt, ist dies bei Typ 2 so unbedingt nicht der Fall. Kaum eine chronische Krankheit spricht so gut auf eine Umstellung des Lebensstils an wie Diabetes Typ 2.

Durch eine Diät und, falls erforderlich, auch eine Gewichtsreduktion sowie regelmäßige Bewegung ist es möglich, die Bauchspeicheldrüse wieder zu einer ausreichenden Insulinausschüttung anzuregen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass aus frischem Gemüse und anderen gesunden Zutaten selbst gekochte Mahlzeiten das Risiko erheblich senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Allgemein sollten bei einer gesunden Ernährung zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes Typ 2 Lebensmittel im Fokus stehen, die reich an Proteinen und hochwertigen Kohlenhydraten sind, die der Körper langsam verarbeitet.

Zu meiden sind dagegen fette Speisen und Nahrung, die viele schnell verwertbare Kohlenhydrate enthalten, wie zum Beispiel Zucker, Weißmehl oder geschälter Reis.

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Eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt Sport, um Diabetes Typ 2 wirkungsvoll zu bekämpfen. Als optimal gilt dabei ein Lauf- oder Gehpensum von zehn Kilometern täglich.

Wer dies nicht schafft, sollte sich dennoch täglich intensiv bewegen. Schon die regelmäßige Bewältigung kürzerer Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes bringen.

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(cho)