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Touristen wollten Baby-Bison retten - mit fatalen Folgen

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BABY BISON
Touristen nahmen ein Baby-Bison mit, weil sie dachten, es wäre in Not - mit fatalen Folgen | Richardson Facebook Screenshot
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Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Selten hat man eine Geschichte gehört, die diese Redewendung so gut illustriert. Sie hat sich in der Lamar Buffalo Ranch in den USA abgespielt. Und nun ein, erwartbar, tragisches Ende gefunden.

Baby-Bison wurde gekidnappt

Zwei Besucher des Parks, Vater und Sohn, hatten auf ihrer Erkundungstour durch die Ranch ein Baby-Bison entdeckt. Beide gingen davon aus, dass dem Tier kalt sei, sie hatten Angst um sein Wohlbefinden. Kurzentschlossen schnappten die Beiden sich das Tier und luden es in ihr Auto. Sie fuhren damit zu den Rangern, die sich um das Tier kümmern sollten.

Es lässt sich nur äußerst schwer nachvollziehen, warum die beiden Männer das für eine gute Idee hielten. Eine Frau, die die Aktion beobachtet hatte, machte ein Foto von dem Kalb in dem Auto und beschwor die Männer, das Tier wieder laufen zu lassen.

Das Tier wurde von der Herde verstoßen

Doch leider zu spät. Denn als das Tier von den Park Rangern in Empfang genommen werden konnte, war es zu spät. Sie versuchten wiederholt, das Kalb mit der Herde zu vereinen. Doch es wurde als fremd wahrgenommen. Auf der Website des Parks heißt es: "Das kleine Bison musste eingeschläfert werden, denn es wurde von der Herde verstoßen und stellte so eine Gefahr für Menschen im Park dar."

Weiter heißt es dort: "Sich wilden Tieren zu nähern kann deren Wohlbefinden beeinflussen und, wie dieser Fall zeigt, sogar ihr Leben gefährden."

Nach den Park-Regularien haben sich Besucher zu jeder Zeit mindestens 20 Meter von den Tieren entfernt zu halten.

Vater und Sohn wurden für ihr Verhalten mit Geldbußen belegt.

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