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Bauern in Not: Milchpreis fällt erstmals unter 20 Cent

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MILK FARMER
Bauern in Bedrängnis: Milchpreis fällt erstmals unter 20 Cent | Ruben Sprich / Reuters
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  • Die Milchpreise fallen weiter - auf nun unter 20 Cent pro Kilogramm
  • Das Agrarministerium will den Bauern Hilfszahlungen von bis zu 100 Millionen Euro genehmigen

Es ist eine dramatische Entwicklung: Der Preis, den Bauern von den Molkereien erhalten, ist innerhalb weniger Wochen um weitere 30 Prozent gefallen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, erhalten Milchbauern erstmals weniger als 20 Cent für ein Kilogramm Frischmilch.

Preisverhandlungen zwischen Molkereien und Landwirten hätten in manchen Regionen Auszahlungspreise von 19 oder 18 Cent ergeben. Das bedeutet, dass Bauern mittlerweile mit erheblichen Verlusten produzieren.

Bis zu 100 Millionen Euro Hilfe für die Bauern

Die Bundesregierung will daher umfassende Hilfsleistungen genehmigen. Ende des Monats sollen die Details auf einem gemeinsamen Milchgipfel von Politikern, Molkereien und Bauernvertretern verhandelt werden.

Wie aus dem Umfeld von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zu hören ist, sind sofortige Hilfszahlungen von 60 bis gut 100 Millionen Euro im Gespräch. Sie sollen als Direkthilfen an die Milchbauern fließen, könnten aber an Kriterien gebunden sein, wie die Modernität der Ställe hinsichtlich des Tierwohls.

Bauern bräuchten rund 40 Cent

Wegen eines Überangebots sind aktuell die Milchpreise in ganz Europa im Keller. Um kostendeckend wirtschaften zu können, bräuchten die rund 75.000 Milchbauern in Deutschland einen Erzeugerpreis von etwa 40 Cent pro Liter.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung


Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.


Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.


Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.


In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.


Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(bp)