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Erster Sieg für Erdogan: Landgericht Hamburg erlässt einstweilige Verfügung gegen Böhmermann

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  • Das Landgericht Hamburg hat eine einstweilige Verfügung gegen TV-Satriker Jan Böhmermann erlassen
  • Teile des Schmähgedichts seien unzulässig
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Es ist ein Etappensieg für den türkischen Präsidenten Erdogan im Streit um ein Gedicht des TV-Satirikers Jan Böhmermann.

Das Landgericht Hamburg hat Teile des Schmähgedicht für unzulässig erklärt. Auf Antrag des türkischen Präsidenten hat es eine einstweilige Verfügung gegen Böhmermann erlassen.

Das berichtet "Spiegel Online". Demzufolge sehe das Gericht das Gedicht zwar grundsätzlich als Satire an, weite Teile des Werks wurden jedoch verboten.

Einige Teile würden in zulässiger Form harsche Kritik an Erdogan äußern. Erlaubt bleiben demnach Sätze wie "Sackdoof, feige und verklemmt, ist Erdogan der Präsident" und "Er ist der Mann der Mädchen schlägt und dabei Gummimasken trägt". Vor allem wegen des Sexualbezugs seien viele andere Aussagen nicht zulässig.

Böhmermanns Anwalt kritisierte die Entscheidung: "Wir halten den Gerichtsbeschluss in der konkreten Form für falsch."