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Karneval der Kulturen in Berlin: Haftbefehl gegen sieben Verdächtige erlassen

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  • Die Zahl der sexuellen Übergriffe beim Karneval der Kulturen ist höher als bisher angenommen
  • Mittlerweile wurde gegen sieben mutmaßliche Trickdiebe Haftbefehl erlassen

Nach Trickdiebstählen auf dem Berliner Straßenfest Karneval der Kulturen sind gegen sieben Verdächtige Haftbefehle erlassen worden. Das teilte eine Polizeisprecherin am Dienstagabend auf Anfrage mit. Die sieben Männer waren zuvor festgenommen worden, weil sie Frauen angetanzt haben sollen, um sie abzulenken und die Handtasche oder andere Wertgegenstände der Betroffenen zu stehlen. In diesen Fällen gab es keine sexuellen Übergriffe.

Bei dem Fest waren am Pfingstwochenende außerdem mindestens acht Frauen von Männergruppen bedrängt und sexuell genötigt worden. Die Zahl der sexuellen Übergriffe beim Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende in Berlin-Kreuzberg ist damit deutlich höher als zunächst bekannt.

"Junge Männer mit südländischem Aussehen"

Die Polizei äußerte sich auch zu einem gemeinsamen Merkmal der mutmaßlichen Täter: "Alle Frauen beschrieben die Täter als junge Männer mit südländischem Aussehen." Einige Frauen seien deutlich mitgenommen und verstört gewesen oder hätten geweint.

Einen Fall schildert die Polizei in einer Pressemitteilung vom Sonntag im Detail. So sollen am Samstagabend in der Berliner Bleichstraße eine 17-Jährige und ihre 18-jährige Freundin von einer zehnköpfigen Männergruppe belästigt worden sein. Die jungen Frauen sollen sich vor einer Bühne befunden haben, als sie von den Männern umringt, angetanzt, bedrängt und angefasst wurden.

Die jungen Frauen versuchten, aus der Gruppe herauszukommen, was misslang, da sie von den jungen Männern immer wieder zurückgezogen wurden. Dabei soll einer auch das Handy aus der Jackentasche der 17-Jährigen entwendet haben. Ein 27-Jähriger konnte die Situation auf Video aufzeichnen, die Polizei wurde alarmiert und drei junge Männer vorläufig festgenommen.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

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Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

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(sk)