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Von Storch kritisiert Islamverbände: "Sie distanzieren sich nicht von der Scharia"

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BEATRIX VON STORCH
Beatrix von Storch erhebt Vorwürfe gegen Islamverbände: "Sie distanzieren sich nicht von der Scharia" | Vincent Kessler / Reuters
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  • AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch attackiert die deutschen Islamverbände
  • Sie fordert eine deutlichere Distanz von der Scharia

Am 23. Mai will sich AfD-Chefin Frauke Petry mit dem Zentralrat der Muslime treffen. Der hatte als Reaktion auf den scharfen Anti-Islamkurs der rechtspopulistischen Partei zum Treffen geladen. Doch wer glaubte, nun stünden die Zeichen auf Annäherung, könnte irren.

Denn nun startete AfD-Vize Beatrix von Storch einen erneuten Frontalangriff auf die Religionsgemeinschaft.

Der Zeitung "Die Welt“ sagte von Storch: "Die Islam-Verbände distanzieren sich nicht ausdrücklich von den zivilrechtlichen Aspekten der Scharia.“ Die AfD wolle von den Muslimen daher bestätigt wissen, "dass sie das deutsche Zivilrecht auch dann anerkennen würden, wenn sie in Deutschland das Sagen hätten".

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Afd kritisiert mangelnde Distanz bei Fragen des Straf- und Zivilrechts

Damit unterstellte von Storch den organisierten Muslimen in Deutschland zwischen den Zeilen, die Scharia, also das religiöse Gesetz des Islams einführen zu wollen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.

Von Storch ist der Meinung, die Islamverbände würden sich "nicht deutlich gegen die rechtsrelevanten Teile der Scharia als weltliches Gesetz" stellen. Dies gelte "sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht, etwa bei den Regeln für Ehescheidungen oder der Rolle der Frau".

Von Storch wehrt sich gegen Islamhass-Vorwürfe

Die Frage des Zentralratsvorsitzenden der Muslime, Aiman Mazyek, der in seiner Gesprächsenladung von der AfD wissen wollte, warum sie den Islam hasse, blockte die Vize-Chefin der Partei ab.

"Es wird als Hass ausgelegt, dass wir uns kritisch mit dem Islam auseinandersetzen und sagen, dass er nicht zu Deutschland gehört", erklärte von Storch. Der Islam habe in den meisten Auslegungen einen politischen Herrschaftsanspruch, den ihre Partei ihm nicht zuerkennen wolle.

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bp