Huffpost Germany

Bakterien als Plastikfresser: Mit dieser genialen Idee wollen zwei Studentinnen die Welt vom Müll befreien

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PLASTIC SEA
richcarey via Getty Images
Drucken

Sie sind 21 und 22 Jahre jung. Viele haben in diesem Alter noch nicht einmal den Hauch einer Idee, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, und verbringen ihre Zeit lieber auf Partys, als sich mit den großen Problemen dieser Welt zu befassen. Nicht so Miranda Wang und Jeanny Yao.

Bakterien fressen den Müll

Die beiden Studentinnen haben einen genialen Weg gefunden, Plastikmüll umweltschonend abzubauen. Oder besser gesagt: abbauen zu lassen. Den Job übernehmen nämlich Bakterien, die das schädliche Material zersetzen und in organische Bestandteile wie Kohlenstoffdioxid, Wasser und Alkohol umwandeln.

Ein preisgekröntes Forschungsprojekt

Schon in der Highschool tüftelten Wang und Yao an ihrer Idee. Seitdem haben sie zwei Patente angemeldet, eine Firma gegründet, diverse Preise gewonnen und rund 400.000 Dollar an Investitionen gesammelt. Zur Erinnerung: die beiden sind gerade mal Anfang 20.

Wie überzeugt die beiden von ihrem Konzept sind, haben sie unter anderem in dieser Präsentation bei der TED-Konferenz im Februar 2013 gezeigt:

Plastik ist eine Bedrohung für das Ökosystem Meer

Mit ihrer Idee wollen Miranda Wang und Jeanny Yao dazu beitragen, eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit zu lösen. Die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll ist gerade für das Ökosystem Meer eine enorme Belastung.

Unter normalen Umständen werden Kunststoffe erst über Jahrhunderte und Jahrtausende abgebaut. Mit ihren Bakterien können die jungen Forscherinnen diesen Prozess um ein Zigfaches beschleunigen.

Mit ihrer Firma "BioCollection" entwickeln Wang und Yao mobile Säuberungsstationen, mit deren Hilfe der Plastikmüll innerhalb von 24 Stunden zersetzt werden soll. Schon in diesem Sommer wollen die beiden ihre Methode in China testen, um in zwei Jahren zu einem wirtschaftlich tragfähigen Modell zu kommen.

Eine Vision, für die sich der Aufwand lohnt

Doch damit endet die Vision der Studentinnen noch nicht: Sie arbeiten auch an einem Weg, biologisch abbaubare Stoffe für die Textilproduktion bereitzustellen.

Ihr Projekt kostet die jungen Forscherinnen zwar viel Zeit und bringt sie oft um den Schlaf, aber sie können sich sicher sein: Mit ihren Bakterien machen sie unseren Planeten zu einem besseren Ort.

Auch auf HuffPost:

Riesen-Hai macht selbst Forscher sprachlos


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Es ist eines der beeindruckendsten Projekte überhaupt: Um der Klimakrise entgegen zu wirken, haben die Kinder von Plant-for-the-Planet das Ziel, bis 2020 weltweit 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Hier könnt ihr das Projekt unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

(gw)