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Diese Zigarettenmarken werden jetzt verschwinden

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  • Am 20. Mai tritt die neue Tabakrichtlinie der EU in Kraft
  • Als Folge dessen werden viele Marken im nächsten Jahr vom Markt verschwinden
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Raucher müssen sich umstellen. Denn ab dem 20. Mai 2016 tritt die neue Tabakrichtlinie der EU in Kraft.

Ab jetzt müssen Zigarettenpäckchen mit Schockbildern und Warnhinweisen versehen werden. Ziel der EU-Gesundheitsbehörde ist es, mehr Menschen vom Rauchen abzuhalten.

Die neue Richtlinie hat aber nicht nur Folgen für die Konsumenten, sondern auch für die Tabakindustrie.

"Markenvielfalt wird verschwinden"

Hersteller dürfen ihre bereits produzierten Waren zwar noch verkaufen, aber spätestens in einem Jahr müssen die letzten alten Packungen komplett verschwunden sein.

Manch ein Hersteller nutzt den Anlass, um die Herstellung bestimmter Marken zu überdenken – deshalb werden im nächsten Jahr wohl diverse Marken vom Markt verschwinden.

"Die Regulierung der EU führt dazu, dass ein Stück der Markenvielfalt verschwinden wird", sagte BAT-Deutschlandchef Ralf Wittenberg der "Welt".

Diese Zigarettenmarken werden verschwinden

Die Konzerne würden in Zukunft verstärkt auf ihre Hauptmarken setzen, bei BAT seien dies in Deutschland Lucky Strike und Pall Mall. Lokale Marken seien dagegen generell in Gefahr, eingestellt zu werden.

Laut Informationen der "Welt" werden folgende Zigarettenmarken dieses Jahr deshalb verschwinden:

Vom Hersteller British American Tobacco (BAT):

- Golden American
- Winfield

Über die Zukunft der Marken Lux, Kurmark, Krone und Peer 10 soll noch entschieden werden.

Vom Reemtsma laufen folgende Marken aus:

- Atika
- Eckstein No. 5,
- Juno,
- Salem No. 6,
- Reval Filter Golden Blend
- Player's Virginia No. 6.

Vom Hersteller Philip Morris:

- Jewel

Der Hersteller Japan Tobacco wird zudem spätestens bis 2020 seine Marke Reyno einstellen müssen - dann nämlich sind Mentolzigaretten verboten.

Was sich noch ändert

Auch der Packungsinhalt wird sich zukünftig verändern: Ab jetzt gelten 20 Zigaretten pro Packung als Mindestgröße, anstatt bisher 19. Bei losem Tabak bleibt die Untergrenze bei einem Gewicht von 30 Gramm.

Und auch eine weitere Änderung ist bereits in Vorbereitung: Ein bereits erarbeitetes Gesetz soll zukünftig auch weite Teile der Werbung für Zigarettenmarken verbieten - das soll dann erstmals auch für E-Zigaretten gelten.

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