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Sinéad O'Connor: Der Grund für ihr Abtauchen ist entsetzlich traurig

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  • Am Sonntag wurde die Sängerin Sinéad O’Connor kurzzeitig als vermisst gemeldet
  • Nach ihrem Wiederauftauchen wetterte sie in hasserfüllten Facebook-Posts gegen ihren Sohn Jake und ihren Ex-Mann – die Hintergründe seht ihr im Video oben
  • Offenbar wurde ihr das Sorgerecht für ihren zwölf Jahre alten Sohn Shane entzogen

Sorge um Sinéad O’Connor: Die irische Sängerin wurde am Sonntagmorgen kurzzeitig vermisst. Die Musikerin hatte die Stadt Wilmette in den USA für eine Fahrradtour verlassen. Am Montag teilte die Polizei mit, dass sie wieder aufgefunden wurde.

Kaum ist sie wieder da, meldet sich auf Facebook zurück - mit einer an ihren ersten Ehemann John Reynolds und ihren gemeinsamen Sohn Jake gerichteten Hasstirade. Darin bestätigt sie Gerüchte, wonach sie selbstmordgefährdet sei und psychische Probleme habe. Die Nachricht spricht für sich selbst.

"Sag' diesem Teufel von unserem Sohn, dass eine Person, die unter anderem unter Selbstmordzwang leidet, nicht manipulativ ist. Und dass er ein verfickter Chauvinist und Tyrann wie sein Großvater ist", schreibt sie an Reynolds.

Ihren hasserfüllten Posts ist zu entnehmen, dass sie auf Betreiben ihres Sohnes und ihres Ex-Mannes das Sorgerecht für ihren zwölf Jahre alten Sohn Shane verloren hat. Der befindet sich offenbar in Obhut der irischen Kinder- und Familien-Agentur Tusla.

An ihre Familie gerichtet schrieb sie: "Ihr habt mich alle verlassen, weil ich selbstmordgefährdet bin. Ihr F...tzen. Ihr habt mich zurückgelassen, um zu sterben"

Sie gab ihrem Sohn die Schuld an ihren psychischen Problemen und kündigt an, ihn deswegen verklagen zu wollen. "Wenn ich es schaffen sollte, mich nicht umzubringen, dann wirst du alle Arztrechnungen bezahlen, weil du der Chef-Organisator meiner psychologischen und emotionalen Zerstörung bist."

Warum die Irin überhaupt in Wilmette, knapp 25 Kilometer nördlich von Chicago am Ufer des Lake Michigan war, blieb unklar. Auf Facebook schrieb sie, sie sei in die USA "geflohen". Die Paradigm Talent Agency, die O’Connor repräsentiert, wollte sich nicht dazu äußern.

O’Connor ist für ihre Version des Prince-Songs "Nothing Compares 2 U" bekannt. Vor mehr als zehn Jahren wurde bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert. Sie sprach oft über ihre psychischen Probleme und auch darüber, dass sie vor der Diagnose über Selbstmord nachgedacht habe.

Auch in den vergangenen Jahren hatte O’Connor immer wieder Probleme. 2012 sagte sie eine Tour nach einem "sehr ernsten Zusammenbruch" ab. Im vergangenen November postete sie auf Facebook, dass sie in einem Hotel in Irland eine Überdosis Drogen genommen habe.

Die Polizei erklärte später, sie sei gefunden worden und es gehe ihr gut. Einen Monat später schrieb sie, dass sie wegen einer Untersuchung ihrer psychischen Gesundheit in einem Krankenhaus festgehalten werde.

Kürzlich warf O’Connor dem Komiker Arsenio Hall vor, den verstorbenen Musiker Prince und auch sie selbst mit Drogen versorgt zu haben. Hall verklagte sie deswegen auf einen Schadenersatz von fünf Millionen Dollar. O’Connor war vier mal verheiratet und hat vier Kinder.

Mit Material der der dpa und der AP

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