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Leuchtender Zement könnte Straßenbeleuchtung bald überflüssig machen

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SOLARZEMENT
Werden die Straßen der Zukunft von alleine leuchten? | Universität de San Nicolás de Hidalgo in Michoacán
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Solar-Zement. Was klingt wie Science-Fiction, könnte tatsächlich in naher Zukunft unsere Straßenlampen ersetzen und so stromsparender die Nacht erhellen.

Der Mann hinter der genialen Idee heißt José Carlos Rubio. Zusammen mit einem Forscherteam der Universität de San Nicolás de Hidalgo in Michoacán (Mexiko) arbeitet er seit fast zehn Jahren an dem Projekt, berichtet die wissenschaftliche Nachrichtenseite "Alpha Galileo".

Zement, der Licht aufnehmen kann

Das Team hat phosphoreszierenden Zement entwickelt, der tagsüber UV-Licht aufnehmen und dieses dann nachts wieder abstrahlen kann – bis zu zwölf Stunden lang.

solarzement

Mit herkömmlichem Zement wäre das nicht möglich: Beim Aushärten von Zement entstehen auch sogenannte "Kristallflocken", die verhindern, dass Licht in die Masse eindringen kann.

Das Team um Rubio hat nun nach fast zehn Jahren Forschung einen Weg gefunden, damit diese nicht entstehen – und der Zement das Licht aufnehmen kann.

100 Jahre Haltbarkeit

Anders als andere phosphoreszierende Stoffe, die oftmals aus Plastik hergestellt werden und deshalb nur rund drei Jahre verwendbar sind, hat der Solar-Zement laut Bericht eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahren.

Auch die Inhaltsstoffe seien ökologisch nachhaltig, erklärt Rubio der Nachrichtenseite: Der Solar-Zement wird demnach nur mit Sand, Staub oder Ton angereichert.

solar

In Zukunft soll der Zement vor allem für Straßen und Fahhradwege genutzt werden. Aber auch andere Verwendungszwecke - wie für Büroräume - wären wohl möglich.

Auch praktisch: Das Licht lässt sich kontrollieren. Sowohl die Intensität als auch die Farbe können abgestimmt werden – momentan gibt es blaue und grüne Versionen.

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(sk)