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Diese 6 Dinge haben die Eltern erfolgreicher Kinder gemeinsam

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CHILD SCHOOL
Diese 6 Dinge haben die Eltern erfolgreicher Kinder gemeinsam | WANDER WOMEN COLLECTIVE via Getty Images
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Eltern möchten, dass ihr Kind glücklich wird - ganz egal, was aus ihm wird. Wirklich? Ganz egal? Oder sehnen sich die meisten Eltern nach Karriere und viel Geld für ihren Nachwuchs?

Es gibt kein Rezept für Karriere

Wir gehen mal davon aus. Und Eltern haben gewaltigen Einfluss auf die Karriere ihrer Kinder. Vermutlich mehr, als ihnen klar ist.

Darauf zumindest deuten umfangreiche Forschungsergebnisse hin. Wir haben 6 der wichtigsten Faktoren zusammengestellt, mit denen Eltern die Karriere ihrer Kinder beeinflussen:

1) Wenn Mütter arbeiten

So viel zum Thema "Rabenmütter": Laut einer Studie der Harvard University gehen Töchter von arbeitenden Müttern länger zur Schule, haben eher Jobs in Management-Positionen und verdienen mehr Geld - 23 Prozent mehr als ihre Altersgenossen, deren Mütter Hausfrauen waren. Auch die Söhne von arbeitenden Müttern sind erfolreicher: Sie investieren im Schnitt pro Woche 7,5 Stunden mehr im Haushalt und zumindest 25 Minuten mehr in der Kindererziehung als ihre Altersgenossen.

Die Studie untersuchte 50.000 Erwachsene in 24 Industrieländern.

Kathleen L McGinn, Leiterin der Studie, sagte dem "Business Insider": "Die Vorbildfunktion ist unglaublich wichtig, wenn es darum geht, wie Kinder sich verhalten. So weit wir wissen, gibt es nicht viele Dinge, die einen so positiven Effekt auf Geschlechterungerechtigkeit haben, als von einer arbeitenden Mutter erzogen worden zu sein."

2) Die Eltern bauen früh enge Bindungen auf

Wie der "PsyBlog" berichtet, werden Kinder, die in einem frühen Alter eine enge Bindung zu ihren Eltern aufbauen konnten, nicht nur schulisch erfolgreicher als andere, sie haben auch später im Leben stabilere Beziehungen.

Die Studie aus dem Jahr 2014 untersuchte 243 Probanden, die in armen Verhältnisse geboren worden waren. Diejenigen, deren Eltern sich noch vor dem dritten Lebensjahr der Kinder bemüht hatten, "schnell und zuverlässig auf die Signale der Kinder zu reagieren" und eine "sichere Basis" zu bereiteten, wurden im späteren Leben erfolgreicher. Sowohl akademisch als auch in eigenen, persönlichen Beziehungen.

Lee Raby von der University of Minnesota sagte dazu: "Das deutet darauf hin, dass ein ganz früher Bindungsaufbau für das weitere Leben entscheidend sein kann."

3) Hohe Erwartungen

An der University of California wurde anhand einer Umfrage von 6.600 Teilnehmern aus dem Geburtsjahrgang 2001 untersucht, wie sich die Erwartungen der Eltern auf den Erfolg der Kinder auswirkten.

Neal Halfon, einer der beteiligten Wissenschaftler, fasst das Ergebnis zusammen: "Eltern, die ihre Kinder unbedingt an die Uni schicken wollten, konnten das trotz unterschiedlicher finanzieller Möglichkeiten oft schaffen."

Sprich: Diese Kinder konnten die hohen Erwartungen ihrer Eltern erfüllen.

4) Sie stressen sich nicht

Nach neuesten Forschungsergebnissen ist die Zeit, die Mütter mit ihren Kindern im Alter zwischen drei und elf Jahren verbringen, nicht entscheidend für das Verhalten oder Wohlbefinden des Kindes.

Laut der Studie, die im "Journal of Marriage and Family" publiziert wurde, sind im Gegenteil "zu intensive Betreuung" oder "Helikopter-Eltern" sogar hinderlich.

"Wenn Mütter sich stressen, insbesondere wenn sie auch noch arbeiten, hat das einen negativen Effekt auf die KInder", erläuterte Kei Nomaguchi von der Bowling Green State University. Der zugrundeliegende Effekt wird in der Psychologie als "emotionale Ansteckung" beschrieben - er liegt vor, wenn wir Gefühle von Menschen in unserem näheren Umfeld nachahmen, bzw. übernehmen.

5) Sie bringen ihren Kindern Empathie bei

Wissenschaftler der Pennsylvania State University und der Duke University untersuchten mehr als 700 Kinder vom Kindergarten-Alter bis sie 25 Jahre waren. Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder, die schon im Kindergarten soziale Fähigkeiten entwickelt hatten, als Erwachsene deutlich erfolgreicher waren.

In der 20 Jahre laufenden Studie konnte nachgewiesen werden, dass Kinder, die anderen helfen, mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Universitätsabschluss machen konnten. Sie sind besser in der Lage, Gefühle nachzuvollziehen und können besser Probleme eigenständig lösen.

"Die Studie zeigt, dass es am Wichtigsten ist, Kindern dabei zu helfen, soziale und emotionale Fähigkeiten zu entwickeln", so Kristin Schubert, von der Robert Wood Johnson Foundation. "Schon sehr früh entscheiden diese Fähigkeiten darüber, ob das Kind mal an die Uni gehen wird oder im Gefängnis landet."

6) Sie haben einen höheren sozialen Status

Ja, leider. Ob Kinder einmal den sozialen Aufstieg schaffen hängt nach wie am Vermögen der Eltern. Eine Langzeit-Studie der University of Michigan/Ann Arbor konnte aufzeigen, dass in Deutschland, Schweden und den USA das Vermögen der Eltern wie ein Sicherheitsnetz fungiert und so die Bildungsentscheidungen und Karriereschritte der Kinder nachhaltig beeinflusst.

"In den USA macht es das elterliche Vermögen darüber hinaus in vielen Fällen überhaupt erst möglich, jungen Menschen eine erfolgversprechende Ausbildung zu finanzieren", so der Soziologe Fabian Pfeffer.

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