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Heldentat: Pilot bricht Regel, um Tiere aus dem Feuer von Fort McMurray zu retten

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Fast 90.000 Menschen mussten vergangene Woche vor dem Waldbrand in Kanada fliehen. Die Menschen aus Fort McMurray flohen in Notunterkünfte – und für viele von ihnen stellte sich eine grauenvolle Frage: Was würde mit ihren Haustieren geschehen?

Um zumindest einigen Menschen die glückliche Gewissheit geben zu können, dass ihre Tiere in Sicherheit waren, entschied sich Pilot Keith Mann, gegen so ziemlich alle Regeln zu verstoßen, die Airlines aufgestellt haben: Er ließ insgesamt über 100 Tiere an Bord seiner Maschine, um sie vor dem großen Waldbrand zu retten.

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Wie die Huffington Post USA berichtet, fand Manns Team nicht nur tausende Menschen am Flughafen vor, die mit dem Flugzeug evakuiert werden mussten – sondern auch insgesamt rund 100 Haus-und Wildtiere, die die Menschen nicht zurücklassen wollten.

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"Ich wollte nicht, dass mein Personal entscheiden muss, wer sein Haustier mitnehmen darf und wer nicht – also habe ich eine Entscheidung gefällt", sagte der Pilot der Huffington Post.

Und so kamen alle Tiere mit.

Innerhalb von 50 Stunden retteten Mann und sein Team nicht nur 10.000 Menschen, sondern auch über 100 Tiere vor dem Feuer – darunter Hunde, Katzen, Igel, Frösche – und Gerüchten zufolge sogar ein Schwein. Manche Tiere bekamen sogar ihren eigenen Sitzplatz zugewiesen.

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Obwohl das Team um Mann damit gegen Regeln der Airline verstoßen hat, kamen keine Beschwerden. Auch auf den Flügen, auf denen zum Teil bis zu 35 Tiere gleichzeitig mit transportiert wurden, gab es wohl keine Schwierigkeiten.

1600 Gebäude in Schutt und Asche

Die Waldbrände hatten vor zwei Wochen das für Ölsandgewinnung bekannte Fort McMurray überrollt. Die Stadt wurde geräumt, nach ersten Schätzungen liegen dort mindestens 1600 Gebäude in Schutt und Asche.

Wann die Zehntausenden Bewohner der Stadt zurückkehren können, ist nach Angaben der Behörden noch unklar. Experten gehen davon aus, dass es noch Wochen dauern wird, bis die Flammen eingedämmt sind. "Ein Ende ist nicht in Sicht", sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale.

Mit Material von dpa

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