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"Let's Dance": Das Leid des Ulli Potofski hat ein Ende

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Ulli Potofski (rechts) hat das Abenteuer

Es musste ja irgendwann so kommen. Trotz persönlicher Bestmarke von sagenhaften 10 Punkten (insgesamt wohlgemerkt) und gewohnt herzhaften Anfeuerungen aus dem Publikum reichte es dieses Mal nicht für Ulli Potofski. Doch tiefe Trauer über das Ausscheiden sieht anders aus, dieser Freitag, der 13. dürfte für den behäbigen Teilnehmer auf ewig als Glückstag gelten. "Na endlich", raunte er nur bei der erstaunlich kurz und knappen Entscheidungs-Verkündung durch Moderator Daniel Hartwich.

Betonhüfte und Tanzverweigerung

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Den Auftakt der 9. Show unter dem Motto "One Hit Wonder" machte Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink (33). Doch jahrelanger Wettbewerbssport auf höchstem Niveau konnte ihn offenbar nicht auf den dynamischen Jive vorbereiten. Im Training wrang er sein durchschwitztes Shirt wie einen nassen Schwamm aus, kurz nach dem Tanz antwortete er in Schnappatmung den Fragen von Sylvie Meis. Doch die Anstrengungen hatten sich gelohnt: Jorge erkannte eine deutliche Verbesserung der "Betonhüfte", selbst Joachim Llambi attestierte Brink eine gute Leistung, auch wenn der "super Körper" des Athleten noch immer häufig so beweglich wie eine "deutsche Eiche" wirkte. Stolze 25 Punkte gab es folglich für den Jive zu den Klängen von "Mambo No. Five".

Als nächstes war "No Hit Wonder" Ulli Potofski an der Reihe, den die zahlreichen negativen Stimmen aus dem Netz nach seinem Weiterkommen vergangene Woche stark getroffen hatten. Beim Rumba "erkannte" Motsi Mabuse dann sogar einige Tanzschritte und fand den Auftritt durchweg "süß". Dass das alles aber wieder wenig mit einem Tanz gemein hatte, das wusste selbstredend auch der liebenswerte Bewegungs-Legastheniker Potofski. Dennoch haute er eine kleine Breitseite heraus und versicherte, dass er definitiv nicht von Jan Böhmermann in die Sendung geschleust wurde. 5 Punkte gab es am Ende für seinen Auftritt.

Glanzleistung und Alibi-Spagat

Für das erste Highlight des Abends sorgte dann der Quickstep von Schauspielerin Jana Pallaske. Selbst Dauer-Nörgler Llambi konnte bei der kraftvollen Performance mit Tanzpartner Massimo Sinató zu "The Way Of My Heart" nur winzige Fehler finden und vergab für ihn höchst ungewöhnliche 9 Punkte. Mit den anderen beiden Jury-Wertungen kamen sie so auf starke 28 Punkte.

Eric Stehfest versuchte ebenfalls mit einem Quickstep nachzuziehen und bewies vor allem eins: Spagat kann er! "Da haut' es selbst Motsi Mabuse aus der Bluse", scherzte
Daniel Hartwich und fand den Spruch so toll, dass er ihn gleich noch einmal wiederholte. Doch Lob gab es für die Darbietung von Llambi nicht. Wie eine "Büffelherde" sei Stehfest über die Bühne gelaufen. Dafür heimste er und Tanzpartnerin Oana Nechiti für die beiden eher enttäuschende 19 Punkt ein.

Ein Stück vom Himmel und Standing Ovations

Deutlich besser machte es Victoria Swarovski. Zu den Klängen von "Show Me Heaven" wurde sie dem Songtitel gerecht und machte selbiges mit ihrem Contemporary. Für diesen "Blick in den Himmel" heimste sie und Partner Erich Klann die zweitbeste Wertung des Tages ein, 27 Punkte standen zu Buche.

Last but not Least Sarah Lombardi (23) und ihre Wiener Walzer zu "Stop" von Sam Brown. Standing Ovations gab es für die verführerische Darbietung vom Publikum. Nur bei Herrn Llambi wollte der Funke wieder einmal nicht so recht überspringen. Viele Schritte seien nicht richtig gewesen, bemängelte er, "das ist aber auch schwierig, das mit den Füßen", erwiderte Lombardi. 23 Punkte wurden es am Ende.

Paar gegen Paar

Die Einzeltänze waren damit abgeschlossen, Feierabend hatten die Kandidaten damit aber noch nicht. Abschließend standen noch die Team-Tänze an. Beide Paare mussten - möglichst synchron - dieselbe Choreografie darbieten. Zunächst tanzten Eric Stehfest und Victoria Swarovski um die Wette. Im direkten Vergleich der Jury-Wertung konnte sich der Schauspieler denkbar knapp mit 26 zu 24 durchsetzen.

"Hast du schon mal gegeneinander getanzt", fragte Julius Brink seinen Herausforderer Ulli Potofski beim zweiten Duell. "Das mache ich jede Woche", konterte dieser trocken. Von daher konnte er beim Tango Argentino seine ganze Erfahrung einbringen und überraschte die Jury. An die 27 Punkte für Julius schrammte er mit seinen neuerlichen 5 Zähler nur haarscharf vorbei. Abschließend dann noch das Rumba-Duell zwischen Jana Pallaske und Sarah Lombardi zu "After Dark" von Tito & Tarantula. Gewonnen hat das die "etwas reifere Jugend", wie Llambi charmant Pallaske bezeichnete. Ihre sagenhaften 29 Punkte schlugen die allenfalls soliden 20 Punkte von Lombardi deutlich.

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