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Gabriel wirbt für Konkurrenzkampf um SPD-Kanzlerkandidatur

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SIGNAR GABRIEL
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat für einen offenen Konkurrenzkampf um die SPD-Kanzlerkandidatur geworben | dpa
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  • SPD-Chef Gabriel will, dass sich mehrere SPD-Politiker um die Kanzlerkandidatur bewerben
  • Dieser Vorschlag könnte ihm jedoch schaden: Gabriel würde vermutlich im direkten Vergleich schlecht abschneiden

Der intern umstrittene SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich für einen Konkurrenzkampf um die Kanzlerkandidatur seiner Partei ausgesprochen.

"Es wäre hervorragend, wenn es im nächsten Jahr zwei oder drei Leute aus der Führungsspitze der SPD gäbe, die sagen: Ich traue mir das zu", sagte der Bundeswirtschaftsminister dem "Spiegel"

Bei einem direkten Vergleich würde Gabriel vermutlich verlieren

.

Damit könnte sich Gabriel jedoch selbst schaden - denn ein Erfolg beim Kampf um eine Kanzlerkandidatur dürfte er vermutlich verlieren. Zumindest deutet derzeit alles darauf hin. In seiner Partei hat Gabriel nämlich alles andere als Rückendeckung von der Basis: Beim Bundesparteitag im Dezember hatten nur 74 Prozent der Delegierten für Gabriel als Parteivorsitzenden gestimmt - ein desaströses Ergebnis.

Gabriel kündigte einen Mitgliederentscheid für den Fall an, dass sich mehrere Interessenten um die Spitzenkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 bewerben.

Angesichts von Umfragen, die die SPD bei nur noch rund 20 Prozent sehen, sei es für seine Partei aus heutiger Perspektive "schwierig, den Kanzler zu stellen", räumte Gabriel ein. Um wieder erfolgreich zu sein, müsse die SPD "zeigen, dass sie ohne Wenn und Aber Schutzmacht der normalen Arbeitnehmer ist".

Als SPD-Chef hat Gabriel ein Zugriffsrecht auf die nächste Kanzlerkandidatur. Allerdings gibt es innerhalb der Partei erhebliche Zweifel, ob Gabriel ein Rezept hat, die SPD erfolgreich aus dem Umfrage-Tief zu holen. Die Parteiführung bekräftigt ihre Pläne, den Kanzlerkandidaten im Frühsommer 2017 zu bestimmen.

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