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Die erschreckende Wahrheit über Menschen, die Kontakt zu ihren Ex-Partnern pflegen

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HANDSOME MAN
How's my hair? | Tim Robberts via Getty Images
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Es ist eigentlich ganz einfach. Man ist frisch getrennt und möchte die Person erstmal nie mehr wiedersehen. Vermeidet gemeinsame Lieblingsorte, nimmt einen anderen Weg zur Arbeit.

Und es ist überhaupt nicht einfach.

Man ist frisch getrennt und man vermisst die Person mit jeder Faser. Man hängt an gemeinsamen Lieblingsorten ab, versucht zufällig in sie reinzulaufen.

Trennung: Eine Gratwanderung

Und doch weiß man: Meistens ist Abstand erstmal besser. Damit sich Gefühle beruhigen können, Wunden heilen. Damit man den anderen nicht verteufelt oder auf den Sockel hebt. Damit man Perspektive gewinnt auf das, was war. Auf das, was kommen kann.

Aber manchen Menschen gelingt das nicht. Selbst wenn sie diejenigen waren, die sich getrennt haben. Sie kommen ständig wieder bei dem Ex-Partner an. Rufen an, stehen plötzlich vor der Tür. Überlegen laut, ob es nicht alles ein Fehler gewesen sei. Beteuern, dass sie einen vermissen, um im nächsten Moment froh über die Trennung zu sein. Möchten nochmal Sex haben und verabschieden sich im Anschluß wieder in die "Freundschaft".

Ex-Partner, die nicht loskommen

Diese Ex-Partner haben etwas toxisches an sich. Man versucht es, aber man wird sie nicht los. Weil sie sich einfach so hartnäckig wieder ins Leben schleichen.

Was ist nur los mit diesen Menschen? Das hat nun auch eine Studie an der Oakland University in den USA untersucht. Und dabei eine Entdeckung gemacht, mit der es vielleicht leichter fällt, sich von diesen Ex-Partnern fernzuhalten.

Diese Ex-Partner sind Psychopathen

Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer zunächst gefragt, aus welchen Gründen sie nach wie vor in Kontakt mit ihren Ex-Partnern stehen. Im Anschluss sollte eine andere Gruppe Probanden die genannten Gründe in eine Reihenfolge bringen.

Zusätzlich wurden psychologische Tests durchgeführt, mit denen nach "dunklen Persönlichkeitsmerkmalen", wie Psychopathologie oder Narzissmus, getestet wurde.

Als Hauptgründe für eine andauernde Beziehung wurden Aspekte wie Sicherheit und Sentimentalität genannt, am unteren Ende des Spektrums wurden Pragmatismus und sexuelle Verfügbarkeit genannt. Männer bewerteten diese Aspekte wichtiger als Frauen.

Toxische Ex-Partner

Aber interessanterweise waren diejenigen, die Gründe wie Pragmatismus und sexuelle Verfügbarkeit am meisten nannten, genau, Psychopathen und Narzissten. Das heißt, dass Menschen mit "dunklen Persönlichkeitsmustern" dazu neigen, Freundschaften mit ihren Ex-Partnern aus sehr egoistischen Gründen aufrechtzuerhalten.

Nicht ganz überraschend, da diese Persönlichkeitstypen sowieso sehr auf ihren eigenen Nutzen in Beziehungen ausgerichtet sind.

So fassen die Autoren der Studie zusammen: "Individuen, die eine hohe Punktzahl im Bereich der 'dunklen Persönlichkeitsmerkmale' erreicht haben, gehen Freundschaften strategischer an.

Sie bewerten diese Freundschaften also auch nach dem Nutzen für sich, also zum Beispiel einer anhaltenden sexuellen Beziehung."

Wie geht man damit um?

Wenn der Ex-Partner also solche Persönlichkeitsmerkmale aufweist, sollte man sich besser fernhalten. Denn die Gründe, warum er immer wieder auf der Matte steht, tragen auf Dauer keine Beziehung.

Und eine Freundschaft erst recht nicht.

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(bp)